Aus weiter Ferne
Andreas Feininger - das fotografische Werk.

20.01.2015 – 08.03.2015

Das Zeppelin Museum hat einen großen Teil des Nachlasses von Andreas Feininger (1906-1999) erworben: das Andreas Feininger Archiv. Es umfasst weit über 550 Fotografien, Originalausgaben des LIFE-Magazins, mehrere seiner Kameras, Kodak Super-XX Filme, Filmschachteln und Patronen, mit denen Feininger damals arbeitete, darüber hinaus Kataloge, Bücher und Fotohandbücher, die er herausgegeben hat.

Andreas Feininger gilt heute sowohl wegen seines künstlerischen Schaffens als auch wegen seiner theoretischen Schriften als einer der einflussreichsten Fotografen der 1940er bis 1980er Jahre.

Viele der ausgestellten Fotografien sind inzwischen berühmte Klassiker. Neben den weltbekannten Stadtansichten New Yorks können auch seine experimentellen Studien und seine faszinierenden Natur- und Landschaftsfotografien entdeckt werden. Dabei wird deutlich, dass er nicht zuletzt wegen seiner herausragenden fotografischen Technik berühmt wurde. Sein selbstgebautes Teleobjektiv erlaubte ihm beispielsweise erstaunlich detailreiche Aufnahmen aus weiter Ferne aufzunehmen.

Das Zeppelin Museum stellt erstmals das gesamte Feininger Archiv mit rund 550 Exponaten in einer umfassenden Ausstellung aus – und macht es so den Besucherinnen und Besuchern des Museums, aber auch der Forschung zugänglich.


Biografische Angaben

1906 als ältester Sohn des Malers Lyonel Feininger in Paris geboren.

1922-1925 Ausbildung zum Kunsttischler im Bauhaus in Weimar.

1925-1928 Besuch der Staatlichen Bauschulen in Weimar und Zerbst, Ausbildung zum Architekten und Bauingenieur. Er beginnt, sich für Fotografie zu interessieren, und richtet sich 1927 im Haus seiner Eltern in Dessau seine erste Dunkelkammer ein.

1929-1931 arbeitet in Hamburg und Dessau als Architekt.

1929 Werkbundausstellung „Film und Foto“ in Stuttgart. Arbeitet als Schaufensterdekorateur.

1932-1933 Umzug nach Paris. Arbeitet im Büro von Le Corbusier als Architekt.

1933-1938 Umzug mit seiner späteren Ehefrau Gertrud Hägg nach Stockholm.

1934 konstruiert er ein Vergrößerungsgerät, das die deutsche Firma Liesegang nach seinen Plänen baut.

1939 Übersiedelung nach New York. Reportagefotograf der Agentur „Black Star“.

1943 -1962 für das „Life“-Magazin entstehen 346 Reportagen.

1955 Teilnahme an der legendären Ausstellung „The Family of Man“ im Museum of Modern Art in New York.

1962 beendet Tätigkeit für das „Life“-Magazin und arbeitet als freier Fotograf. Veröffentlicht zahlreiche Lehrbücher zur Fotografie.

1988-1997 gibt aus gesundheitlichen Gründen das Fotografieren auf, widmet sich fortan dem Archivieren seiner Fotografien und vermacht seinen Nachlass zum größten Teil dem Center for Creative Photography in Tucson, Arizona.

1999 am 18. Februar stirbt Andreas Feininger im Alter von 93 Jahren in New York.



Infolge der allgemeinen Maßnahmen zur Eindämmung des COVID-19 Virus ist das Zeppelin Museum bis auf Weiteres geschlossen.

Es finden keine Führungen oder Veranstaltungen statt. Wir informieren Sie, wenn wir wieder öffnen können. Bleiben Sie gesund!

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