Beziehungsstatus: Offen.
Kunst und Literatur am Bodensee

17.12.2021 – 24.04.2022


Eröffnung Donnerstag, 16. Dezember, 19 Uhr. Eintritt frei

Der eine langweilte sich, der andere vergnügte sich, die nächste fand im See die eigene Seele wieder.

Ob Annette von Droste- Hülshoff, Hermann Hesse und Hans Purrmann, Martin Walser und André Ficus oder Henry van de Velde und René Schickele: Zahlreiche KünstlerInnen und SchriftstellerInnen, die am Bodensee lebten, pflegten enge Verbindungen. Die interdisziplinäre Ausstellung nimmt den Bodensee als kreativen Schaffensort in den Blick und untersucht die wechselseitigen Beziehungen zwischen Literatur und Kunst. Sitzen, lesen und schauen – dazu sind die BesucherInnen herzlich eingeladen.

Partizipation ist wesentlicher Bestandteil der Ausstellung. Mit einem Aufruf zur Beteiligung auf nextmuseum.io konnten Künstler*innen und Schriftsteller*innen eigene Beiträge zum Thema „Kunst und Literatur am Bodensee“ einreichen. Per Publikumsvoting werden die Gewinner*innen ermittelt und finden ihren Platz in der Ausstellung. Diese Form des partizipativen Kuratierens öffnet das Ausstellungsformat und schlägt einen Bogen zur aktuellen künstlerischen und literarischen Auseinandersetzung mit dem Bodensee.

Nicht nur die Ausstellung selbst ist in der Bodenseeregion verankert. Bei der Konzeption und Umsetzung lag der Fokus auf der Zusammenarbeit mit lokalen Partner*innen. Sowohl die architektonische und grafische Gestaltung als auch die praktische Umsetzung wurden von regionalen Unternehmen durchgeführt. Die renommierte Firma Knoblauch aus Markdorf zeichnet sich für die Ausstellungsgestaltung verantwortlich, die Möbel kommen von muuto, kff und minuu.

Die Ausstellungsgestaltung erinnert in Funktion und Optik an ein Wohnzimmer. Sitzbereiche mit Bücherregalen laden zum Lesen ein und bieten einen selbstgesteuerten Zugang zur Literatur der Ausstellung, die Hörstationen ermöglichen ein multimediales Erlebnis. In Kooperation mit regionalen Schulen werden die literarischen Texte in kurzen Filmclips zum Leben erweckt, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Das Zeppelin Museum bietet erstmalig ein Reentry an. Mit der einmal erworbenen Eintrittskarte kann die Ausstellung beliebig oft wieder besucht werden. So bleibt mehr Zeit für die Bücher, Texte, Werke und Hörstationen. Mit kostenlos personalisierbaren Lesezeichen können in der Bibliothek Textstellen markiert und beim nächsten Aufenthalt wieder gefunden werden. Und wer möchte, darf es sich richtig gemütlich machen und mit den eigens produzierten Museumshausschuhen durch die Ausstellung gehen. Die Besucher*innen sind aufgefordert, zu verweilen, zu entspannen und die Zeit im Museum zu genießen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der ab 17. Dezember im Museumsshop erhältlich sein wird.

Mit Exponaten von: Max Ackermann, Willi Baumeister, Mia Bernoulli-Hesse, Adolf Dietrich, Otto Dix, Annette von Droste-Hülshoff, Lotte Eckener, Marie Ellenrieder, Conrad Felixmüller, André Ficus, Bruno Goetz, Erich Heckel, Hermann Hesse, Norbert Jacques, Ernst Jünger, Friedrich Georg Jünger, Ernst Ludwig Kirchner, Herlinde Koelbl, Erika Mann, Golo Mann, Frans Masereel, Elisabeth Mühlenweg, Fritz Mühlenweg, Eduard Mörike, Tami Oelfken, Hans Purrmann, Karl Raichle, Rainer Maria Rilke, Carl Sternheim, Thea Sternheim, Joseph Victor von Scheffel, René Schickele, Mathilde Vollmoeller-Purrmann, Rudolf Wacker, Martin Walser, Aby Warburg, Ernst Würtenberger u. a.

Kuratiert von Charlotte Ickler und Dr. Mark Niehoff, Zeppelin Museum

Gefördert durch die Baden-Württemberg-Stiftung.

Purrmann Blick auf Schloß Montfort 1926, Zeppelin Museum Friedrichshafen. VG BildKunst 2021
Jünger, Ernst Auf den Marmorklippen, 1939
zeppelinmuseum
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