Beziehungs-Status: Offen. Kunst und Literatur am Bodensee

Beziehungs-Status bedeutet:
Wie ist die Verbindung zwischen
- 2 oder mehr Personen oder
- 2 oder mehr Dingen? Literatur ist ein anderes Wort für Bücher.
Diese Ausstellung gibt es so zum ersten Mal.
Bei einer Ausstellung können Menschen Dinge anschauen.
Diese Ausstellung geht um die Verbindung
zwischen Literatur und bildender Kunst.
Bildende Kunst sind zum Beispiel
- Bilder,
- Fotos
- Und Skulpturen.
Also visuelle Kunst.
Visuell ist alles, was man sehen kann.
Skulpturen sind Figuren aus einem bestimmten Material,
zum Beispiel aus Holz oder Metall.
Die Ausstellung ist am Bodensee. Bei dieser Ausstellung kann man Verbindungen sehen.
Verbindungen zwischen Kunst-Richtungen.
Man kann auch die Vielfalt von Kultur sehen.
Vielfalt heißt viele verschiedene Dinge.
Kultur ist alles, was der Mensch gemacht hat.
Zum Beispiel
- Sprachen,
- Kunst
- oder Regeln. Der Bodensee ist in der Ausstellung
ein Ort von Rückzug und Aufbruch.
Rückzug heißt:
Man geht an einen Ort, wo man
- Ruhe
- Oder Sicherheit hat.
Und Aufbruch bedeutet Start oder Beginn. Der Bodensee ist eine internationale Kultur-Region.
International heißt, er ist in mehreren Ländern.
Und der Bodensee ist auch eine abgeschiedene Provinz.
Abgeschieden heißt, weit weg und einsam.
Und Provinz ist hier eine Region mit wenig Menschen.
Also das Gegenteil von einer Stadt. Der Bodensee ist der Start-Ort für Zusammen-Arbeit:
- zwischen Künstlern und Künstlerinnen
- und Schrift-Stellern und Schrift-Stellerinnen.
Schrift-Steller sind Menschen, die schreiben:
Zum Beispiel:
- Bücher,
- Geschichten
- oder Gedichte.
Der Bodensee ist auch ein Ort,
wo sich Menschen kennen lernen.
An den Orten am Wasser. Die Ausstellung zeigt Kunst-Werke.
Die haben Menschen am Bodensee gemacht.
Man kann sehen:
- Aus welcher Zeit kommen sie,
- Aus welcher Kultur kommen sie
- Und wie die Situation von Politik und Gesellschaft war.
Gesellschaft sind die Menschen in einem Land.
Und Politik ist die Arbeit für diese Menschen. Die Ausstellung zeigt mehrere Kunst-Gattungen.
Kunst-Gattungen sind zum Beispiel malen oder schreiben.
Man kann neue Dinge sehen und Ideen haben,
wenn man beide zusammen zeigt.
Das sagt auch das Wort Beziehungs-Status offen. Kunst ist offen und bereit für die Literatur.
Und Literatur ist offen und bereit für die Kunst.
Es gibt Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede.
Es gibt gemeinsame Kooperationen.
Bei Kooperationen arbeiten Menschen zusammen.
Man hilft sich gegenseitig.
Es gibt Freundschaften.
Aber es gibt auch klare Unterschiede.
Man sieht in der Ausstellung auch Kunst-Werke
aus einem Open Call.
Open Call ist Englisch und bedeutet:
Man hat die Menschen im Internet gefragt:
Welche Kunst-Werke wollen sie bei der Ausstellung sehen?
Alle konnten mitmachen. Die Ausstellung zeigt Kunst-Werke
von vor langer Zeit bis heute.


GEMEINSCHAFTEN VON KÜNSTLERN UND KÜNSTLERINNEN – EUPHORIE UND ERNÜCHTERUNG
EUPHORIE BEDEUTET GROßE FREUDE.
UND ERNÜCHTERUNG BEDEUTET,
MAN IST UNZUFRIEDEN ODER ENTTÄUSCHT.
Raus aufs Land: Das Jahr 1900 war wichtig für die Kunst.
Viele Künstler und Künstlerinnen
sind ab diesem Jahr aufs Land gezogen. Sie hatten in den Groß-Städten zu wenig Platz.
Und es gab dort Zwänge.
Das heißt, man musste Dinge machen,
die man nicht wollte.
Sie haben die bürgerliche Gesellschaft
nicht gemocht.
Das bedeutet, die Menschen in der Stadt
waren zu normal und brav.
Darum wollten die Künstler anders leben. Am Bodensee waren wenige Menschen.
Also haben sie gedacht:
Das ist ein guter Ort. Der Bodensee ist international.
International heißt, er ist in mehreren Ländern.
Und er ist bekannt.
Das war er auch damals schon.
Man nennt ihn auch Schwäbisches Meer.
Schwaben ist eine Region in Baden-Württemberg.
Am Bodensee kann man auch gut Ruhe finden.
Man muss nur auf das Wasser schauen. Viele Künstler und Künstlerinnen und
viele Schrift-Steller und Schrift-Stellerinnen
sind an den Bodensee gezogen.
Schrift-Steller sind Menschen, die schreiben:
Zum Beispiel:
- Bücher,
- Geschichten
- oder Gedichte.
Sie sind zum Beispiel an diese Orte gezogen:
- Uttwil,
- Gaienhofen,
- Rehmenhalde
- und Gottlieben.
Das sind alles Orte direkt am Wasser. Viele Künstler und Künstlerinnen haben zusammen gewohnt.
Oder in der Nähe voneinander.
Aber nicht lange. Denn das Leben auf dem Land war langweilig für sie.
Das haben sie nicht gedacht.
Und die Politik ist schlechter geworden.
Politik ist Arbeit für die Menschen in einem Land.
Darum sind viele wieder weggezogen.


BODENsEE ― AUFBRUCH UND RÜCKZUG
Aufbruch bedeutet Start oder Beginn.
Und Rückzug heißt.
Man geht an einen Ort, wo man Ruhe hat.
Oder Sicherheit.
Der Bodensee war immer ein Ort für Projektionen.
Projektionen sind Wünsche oder Ideen. Der Bodensee ist weit weg von Groß-Städten.
Und die Land-Schaft ist schön.
Viele Menschen haben das romantisiert und idealisiert.
Das bedeutet: Sie denken, es ist sehr schön.
Aber in Wirklichkeit ist es nicht ganz so schön. Viele Künstler und Künstlerinnen und
viele Schrift-Steller und Schrift-Stellerinnen
wollten hier Ruhe finden.
Und sie wollten sich verstecken:
- Vor den Problemen im Leben.
- Vor den Folgen von den Welt-Kriegen.
- Und vor der Politik. Denn die ist anders geworden.
Ein Welt-Krieg ist ein Krieg zwischen vielen Ländern.
Bis heute hat es 2 gegeben. Für viele war die Nähe zur Schweiz wichtig.
Die Schweiz ist ein Land am Bodensee.
Und von Deutschland ist es nicht weit dahin.
Die Schweiz ist ein neutrales Land.
Das heißt, man hat in Kriegen nicht mit-gekämpft.
Für ein paar Künstler und Künstlerinnen
war der Umzug an den Bodensee ein Neu-Anfang.
Sie wollten sich in der Arbeit oder privat verändern.
Und einige haben auch mehr geschafft als vorher. Ein paar Künstler und Künstlerinnen
wollten am Bodensee seelisch oder körperlich gesund werden.
Seelisch heißt, sie hatten große Sorgen.
Zum Beispiel im Kopf oder im Herz. In Kreuzligen war das Sanatorium Bellevue.
Kreuzlingen ist in der Schweiz.
Und auch am Bodensee.
Ein Sanatorium ist wie ein Kranken-Haus.
Es ist oft an einem schönen Ort.
Das Sanatorium Bellevue war bekannt.
Denn man hat dort neue Ideen ausprobiert.
Ideen für psychisch kranke Menschen.
Psychisch krank heißt,
jemand hat ein Problem im Kopf. Salem ist auch ein Ort am Bodensee.
Reiche Familien haben ihre Kinder dorthin geschickt.
An einer Schule hat man dort neue Ideen ausprobiert.
Das waren neue Ideen für Erziehung. Das Sanatorium und die Schule sind 2 Beispiele.
Aber es gab noch mehr.
So ist der Bodensee bekannt geworden.
Es war eine Region für neue Ideen.
Und für Änderungen.


PINSEL UND FEDER ― GEMISCHTES DOPPEL
Mit einem Pinsel malt man.
Mit einer Feder von Vögeln
hat man früher geschrieben.
2 Dinge sind ein Doppel.
Aber sie sind nicht gleich.
Die Region vom Bodensee ist nicht sehr groß.
Das ist gut. Denn viele haben sich gekannt. Viele Menschen haben neue Leute kennen gelernt.
Und so gab es Gruppen.
Ein paar haben zusammen-gearbeitet.
Ein paar sind Freunde geworden.
Und ein paar haben geheiratet. Die Künstler und Künstlerinnen
und die Schrift-Steller und Schrift-Stellerinnen
haben sich gegenseitig geholfen.
Zum Beispiel hat jemand ein Porträt für jemand gemalt.
Ein Porträt ist ein Bild von einem Mensch,
oft nur von Kopf und Brust.
Oder ein Künstler hat Bilder für ein Buch gemalt.
Diese Bilder heißen auch Illustrationen. Die Künstler und Künstlerinnen
und die Schrift-Steller und Schrift-Stellerinnen
haben sich gegenseitig mit Ideen geholfen.
Das hat viele inspiriert.
Inspirieren bedeutet, neue Ideen bringen.
Andere Ideen als die alten.
Ideen für Bücher und Bilder zum Beispiel. Ein Schrift-Steller schreibt zum Beispiel über Kunst:
- In einem Gedicht
- Oder in einem Essay.
Ein Essay ist ein Text mit einem bestimmten Thema.
Die Person schreibt viele eigene Meinungen. Oder ein Künstler hat ein Bild über
eine Geschichte gemalt.
Zum Beispiel in der Bildenden Kunst.
Bildende Kunst sind zum Beispiel
- Bilder,
- Fotos
- und Skulpturen.
Also visuelle Kunst.
Visuell ist alles, was man sehen kann.
Ein paar Menschen hatten auch 2 Talente.
Das heißt, sie konnten gut malen und schreiben. Aber oft waren sie nur als Maler oder
als Schrift-Steller berühmt.
Nicht beides. Aber ein paar Menschen konnten auch beides gleich gut.


OPEN CALL ― ZWISCHEN LANDSCHAFT UND ERINNERUNG
Open Call ist Englisch und bedeutet:
Man hat die Menschen im Internet gefragt:
Welche Kunst-Werke wollen sie bei der Ausstellung sehen?
Alle konnten mitmachen.
Unsere Gesellschaft wird immer digitaler.
Gesellschaft sind die Menschen in einem Land.
Und digital bedeutet:
Man macht viel mit dem Computer.
Und mit elektronischen Geräten. Das ist eine Möglichkeit.
Die Menschen können mehr mitmachen. Das Zeppelin Museum will das auch machen.
Man will modern sein.
Und viele Menschen sollen mitmachen.
Sie sollen sich mehr für Kunst interessieren.
Darum hat das Zeppelin Museum
einen Open Call gemacht.
Das hat man im Internet gemacht.
Die Adresse im Internet heißt: nextmuseum.io. Man konnte dort eigene Kunst-Werke hoch-laden.
In 3 Monaten waren es mehr als 200.
Es waren:
- Bilder,
- Texte,
- Skulpturen
- Und Installationen.
Skulpturen sind Figuren aus einem bestimmten Material,
zum Beispiel aus Holz oder Metall.
Und Installationen sind große Kunst-Werke.
Oft sind es ganze Räume,
draußen oder drinnen. Danach haben sehr viele Menschen gesagt,
was ihnen gefällt.
Sie hatten mehr als 2 Wochen Zeit. In der Ausstellung kann man 20 Kunst-Werke sehen.
Diese 20 haben den meisten Leuten gefallen.
Es sind:
15 Bilder von der Bildenden Kunst.
Und 5 Texte.
Bei einer Ausstellung können Menschen Dinge anschauen. Die Kunst-Werke sind ganz verschieden.
Es gibt zum Beispiel:
- Ein kleines Bild aus Emaille:
Emaille ist Schmelz-Glas, ein festes Material.
- Eine große Installation mit Video,
- Ein Haiku. Das ist eine Gedicht-Form aus Japan
- Und einen Roman, also eine Geschichte als Buch. Bei allen Kunst-Werken gibt es
eine Verbindung zum Bodensee. Der Bodensee ist also überall in der Ausstellung.
Das heißt, die Kunst-Werke sind:
- Über den Bodensee,
- Oder am Bodensee gemacht.
Es gibt alte und moderne Kunst-Werke.


ZWISCHEN VISION UND RÜCKZUG:
EINE VISION IST EINE IDEE FÜR DIE ZUKUNFT.
SIE IST OFT NEU UND EIN BISSCHEN KOMISCH.
UND RÜCKZUG HEIßT:
MAN GEHT AN EINEN ORT, WO MAN
- RUHE
- ODER SICHERHEIT HAT. DAS SANATORIUM BELLEVUE IN KREUZLINGEN
KREUZLINGEN IST IN DER SCHWEIZ.
ES IST AM BODENSEE.
EIN SANATORIUM IST WIE EIN KRANKEN-HAUS.
ES IST OFT AN EINEM SCHÖNEN ORT.
Das Sanatorium Bellevue war an der Grenze.
Zwischen Deutschland und der Schweiz.
Die Familie Binswanger hatte es über 4 Generationen.
Das heißt, der Papa hat es immer dem Sohn gegeben. Das Sanatorium gab es sehr lange.
Und es war luxuriös.
Das heißt, es gab dort schöne und teure Dinge.
In dem Sanatorium waren viele bekannte Menschen.
Zum Beispiel:
- Intellektuelle, also sehr kluge Menschen,
- internationale Diplomaten und Diplomatinnen,
International heißt, aus mehreren Ländern.
Und Diplomaten arbeiten für ihre Regierung.
Aber in einem anderen Land.
- Reiche Leute von Firmen.
- Schrift-Steller und Schrift-Stellerinnen
Schrift-Steller sind Menschen, die schreiben:
Zum Beispiel Bücher, Geschichten oder Gedichte.
- Und Künstler und Künstlerinnen. Diese Leuten waren zum Beispiel:
- Henry van de Velde,
- Ernst Ludwig Kirchner,
- René Schickele
- Und Aby Warburg. Das Sanatorium war damals sehr modern. Alle hatten engen Kontakt:
- Patienten und Patientinnen,
- Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
- Und die Familie.
Die Therapie war ganz persönlich für die Patienten.
Therapie bedeutet Behandlung.
Damit man wieder gesund wird.


ZWISCHEN EMANZIPATION UND RÜCKZUG:
EMANZIPATION HEIßT:
MAN MÖCHTE MEHR RECHTE.
MEHR ALS VORHER ODER MEHR ALS ANDERE MENSCHEN.
UND RÜCKZUG HEIßT:
MAN GEHT AN EINEN ORT, WO MAN
- RUHE
- ODER SICHERHEIT HAT. ANNETTE VON DROSTE-HÜLSHOFF UND MARIE ELLEN·RIEDER
Annette von Droste-Hülshoff war eine wichtige Dichterin.
Sie hat vor langer Zeit gelebt.
Und sie ist in Deutschland geboren. Annette von Droste-Hülshoff hatte eine Schwester.
Die hat in Meersburg am Bodensee gewohnt.
Annette von Droste-Hülshoff hat ein paar Mal
bei ihr gewohnt.
Und das nicht nur kurz.
Da war sie schon alt. Annette von Droste-Hülshoff
hat dann auch ein Stück Land am Bodensee gekauft. Das bedeutet:
Sie musste nicht mehr bei ihrer Schwester wohnen. Aber dann ist sie bald gestorben.
Marie Ellen·rieder ist in Konstanz geboren.
Sie war Malerin und hatte viel Erfolg.
Marie Ellen·rieder war eine Zeit-Genossin
von Annette von Droste-Hülshoff.
Das heißt, beide haben zur gleichen Zeit gelebt. Marie Ellen·rieder hat an einer Kunst-Akademie studiert.
Eine Akademie ist eine besondere Schule.
Dort können die Menschen
bestimmte Berufe lernen.
Sie war die erste Frau,
die das in Deutschland gemacht hat. Danach ist sie Malerin am Hof von Baden geworden.
Ein Hof ist ein Ort, wo Adlige wohnen.
Adlige sind Menschen mit besonderer Herkunft.
Zum Beispiel von einem Königs-Haus.
Und Baden ist ein Teil von Baden-Württemberg. Marie Ellen·rieder ist dann wieder zurück nach Konstanz.
Sie hat die letzten Jahre dort gewohnt.
Bis zu ihrem Tod.
Am Ende hat sie meistens religiöse Bilder gemalt.


ZWISCHEN INSPIRATION UND LANGEWEILE: ERIKA MANN IN FRIEDRICHSHAFEN
ZWISCHEN INSPIRATION UND LANGEWEILE:
INSPIRATION BEDEUTET, NEUE IDEEN BEKOMMEN.
VON JEMAND, VON EINEM ORT ODER VON EINER SACHE. ERIKA MANN IN FRIEDRICHS·HAFEN
Erika Mann hat 1926 Gustav Gründgens geheiratet.
Sie waren in den Flitter-Wochen in Friedrichs·hafen.
Flitter-Wochen sind der Urlaub nach der Hochzeit.
Sie waren im Kur-Garten-Hotel.
Ein Kur-Garten ist wie ein Park.
Da kann man sich erholen. Sie hat sich dort wahrscheinlich nicht wohl gefühlt.
Das zeigt ein Zitat von ihr.
Ein Zitat ist, was jemand gesagt hat. Erika Mann hat gesagt:

Und jetzt sind wir einfach im Kur-Garten-Hotel,
wo groß und klein uns frivol behandeln muß,
da niemand den Ehe-Stand uns glauben kann.

Sie war nicht zufrieden.
Denn die Menschen im Hotel waren nicht nett.
Sie haben gedacht:
Die Hochzeit war nicht echt.
Nicht aus Liebe.
Erika Mann hatte eine Geliebte.
Das war Pamela Wede·kind.
Mit ihr hatte Erika Mann eine Affäre.
Affäre heißt, sie haben sich getroffen.
Und sie hatten Sex mit-einander.
Aber sie waren nicht zusammen.
Erika Mann hat Pamela Wede·kind
und ihre Brüder Klaus und Golo Mann gefragt:
Könnt ihr mich besuchen?
Und sie sind gekommen. Friedrichs·hafen hat Erika Mann aber
auch ein bisschen gefallen. Sie hat 1932 ein Kinder-Buch veröffentlicht.
Man konnte das Buch also anschauen und kaufen.
Der Titel vom Buch war: Stoffel fliegt übers Meer.
Es geht um eine Reise mit dem Zeppelin.
Ein Zeppelin ist ein Luft-Schiff.


ZWISCHEN FLUCHT UND FRUSTRATION: INNERE EMIGRATION
FLUCHT HEIßT, MAN GEHT WEG,
WEIL MAN ANGST HAT.
UND FRUSTRATION BEDEUTET,
MAN IST UNZUFRIEDEN ODER ENTTÄUSCHT.
EMIGRATION BEDEUTET, MAN GEHT AUS EINEM LAND WEG.
INNERE HEIßT HIER, MAN BLEIBT IM LAND.
ABER MAN GEHT AN EINEN ANDEREN ORT.
Viele Intellektuelle sind in andere Länder geflohen.
Intellektuelle sind sehr kluge Menschen.
Sie hatten Angst vor dem National-Sozialismus.
Der National-Sozialismus ist gegen
manche Menschen-Gruppen und Ideen.
Und der National-Sozialismus war eine Diktatur.
Eine Diktatur bedeutet:
Ein Mensch bestimmt in einem Land allein.
Das war damals Adolf Hitler. Ein paar sind in Deutschland geblieben.
Aber sie sind an andere Orte gezogen.
Und sie haben sich versteckt. Ein paar Malerinnen und Maler
und ein paar Schrift-Stellern und Schrift-Stellerinnen
sind an den Bodensee gezogen.
Schrift-Steller sind Menschen, die schreiben:
Zum Beispiel:
- Bücher,
- Geschichten
- oder Gedichte. Sie haben gedacht:
Der Bodensee ist abgeschieden.
Abgeschieden heißt, weit weg und einsam.
Und die Schweiz liegt am Bodensee.
Von Deutschland ist es nicht weit dahin.
Die Schweiz ist ein neutrales Land.
Das heißt, man hat in Kriegen nicht mit-gekämpft. Die Land-Schaft am Bodensee ist sehr schön.
Gut zum Malen von Bildern.
Und als Inspiration zum Schreiben.
Inspiration bedeutet, neue Ideen bekommen.
Aber viele Künstler und Künstlerinnen waren unzufrieden. Sie haben das Leben in der Groß-Stadt vermisst.
Dort konnte man mehr machen.
Und man konnte mehr Menschen treffen. Die Künstler und Künstlerinnen
haben in schönen Häusern gewohnt.
Aber das war für sie nicht genug.


ZWISCHEN REFORM UND ELITE: SCHULE SCHLOSS SALEM
REFORM HEIßT VERÄNDERUNG.
UND DIE ELITE IST DIE BESTE GRUPPE.
DIE MENSCHEN VON DER ELITE SIND ZUM BEISPIEL
- SEHR SCHÖN,
- SEHR REICH
- ODER SEHR KLUG.
3 Männer haben die Schule gegründet.
Das heißt, sie haben die Schule neu gemacht.
Das war 1919.
Und die 3 Männer waren:
- Max von Baden,
- Kurt Hahn
- Und Karl Reinhardt. Am Anfang war die Erziehung konservativ.
Konservativ bedeutet zum Beispiel:
Die Menschen wollen:
Alles soll so bleiben, wie es ist.
Und die Erziehung war national.
Das heißt, am Land orientiert. Aber dann hat Kurt Hahn etwas geändert.
Er hatte neue Ideen für Erziehung.
Und diese Ideen gibt es bis heute.
Viele Kinder von Intellektuellen waren auf der Schule.
Das war vor dem Jahr 1933.
Intellektuelle sind sehr kluge Menschen.
Die Kinder von Golo und Monika Mann
waren zum Beispiel auf der Schule. Aber 1933 war dann der National-Sozialismus.
Der National-Sozialismus ist gegen
manche Menschen-Gruppen und Ideen.
Darum musste Kurt Hahn ins Ausland fliehen.
Fliehen heißt, man geht weg,
weil man Angst hat. Jüdische Schüler und Schülerinnen und
jüdische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
mussten aus Salem weggehen.
Das Judentum ist eine Religion.
Die National-Sozialisten und National-Sozialistinnen
haben die Juden nicht gemocht. 1945 hat man die Schule kurz geschlossen.
Aber dann hat sie wieder geöffnet.


ZWISCHEN ROMANTISIERUNG UND REALITÄT: HISTORISCHE ROMANE UND BODENSEE-IDYLLEN
ROMANTISIERUNG BEDEUTET: MAN DENKT, ETWAS IST SEHR SCHÖN.
ABER IN WIRKLICHKEIT IST ES NICHT GANZ SO SCHÖN.
UND DIE REALITÄT IST DIE WIRKLICHKEIT.
HISTORISCHE ROMANE SIND BÜCHER ÜBER VERGANGENHEIT.
UND EINE IDYLLE IST EIN ORT ODER EINE LAND-SCHAFT.
DORT IST ES SEHR RUHIG UND SCHÖN.
UND ES GIBT DORT WENIG ODER KEINE MENSCHEN.
Vor langer Zeit war die Industrielle Revolution.
Menschen haben in dieser Zeit neue Erfindungen gemacht.
Sie haben zum Beispiel neue Maschinen erfunden.
Viele Dinge haben sich schnell verändert.
Auch Politik und Gesellschaft.
Gesellschaft sind die Menschen in einem Land.
Und Politik ist die Arbeit für diese Menschen. Die Menschen haben in die Zukunft geschaut.
Aber auch in die Vergangenheit.
Einige haben sich erinnert, wie es vorher war.
An unberührte Land-Schaften und die schöne Natur.
Unberührt heißt, der Mensch hat nichts geändert. Das Leben ist immer schwieriger geworden.
Und das Zusammen-Leben mit anderen.
Aber es gab historische Romane.
Und romantische Land-Schaften.
So konnte man die Probleme ein bisschen vergessen. Der Bodensee war ein guter Ort dafür: Er war ländlich.
Aber er hatte historische Bedeutung.
Das heißt, er war in der Geschichte wichtig. Die Land-Schaft am Bodensee ist besonders.
Der große See ist beeindruckend.
Und die Berge auch.
Beeindruckend heißt, besonders schön.
Wasser und Berge sind schöne Motive.
Das heißt, gut zum Malen von Bildern.


ZWISCHEN KUNST UND MARKT: DIE VEREINIGUNG DER KREIS
EINE VEREINIGUNG IST EINE GRUPPE VON MENSCHEN.
SIE HABEN OFT GLEICHE IDEEN ODER WÜNSCHE.
UND DER NAME VON DER VEREINIGUNG WAR: DER KREIS.
Die Künstler und Künstlerinnen von Der Kreis
waren sehr gut vernetzt.
Das heißt, sie hatten viel Kontakt miteinander. Der Beginn von Der Kreis war 1925.
Der Beginn war in Lindau.
Das ist eine Stadt am Bodensee.
Der Schrift-Steller Norbert Jacques
und sein Schwager Karl Einhart
haben die Gruppe gegründet.
Karl Einhart war Maler.
Und Schrift-Steller sind Menschen, die schreiben:
Zum Beispiel:
- Bücher,
- Geschichten
- oder Gedichte.
Es gab die Gruppe bis 1937. Die Menschen in der Gruppe hatten gemeinsame Interessen.
Aber sie haben nicht gleiche Kunst-Werke gemacht. Sie wollten besonders ihre Kunst-Werke verkaufen.
Die Zeit für Kunst war damals schwierig.
Es war zwischen den 2 Welt-Kriegen
Ein Welt-Krieg ist ein Krieg zwischen vielen Ländern.
Künstler und Künstlerinnen haben wenig Geld verdient. Der Kreis hat gemeinsam 47 Ausstellungen gemacht.
Bei einer Ausstellung können sich Menschen
Sachen anschauen.
Also hier Kunst-Werke. Es gab nicht nur Ausstellungen.
Es gab auch das Bodensee-Buch.
In dem Buch konnten die Künstler und Künstlerinnen
ihre Kunst-Werke zeigen.


ZWISCHEN KUNST UND REVOLUTION: DER URACHER KREIS
EINE REVOLUTION IST EINE SEHR GROßE VER·ÄNDERUNG.
ZUM BEISPIEL IN DER POLITIK ODER GESELLSCHAFT.
GESELLSCHAFT SIND DIE MENSCHEN IN EINEM LAND.
UND POLITIK IST DIE ARBEIT FÜR DIESE MENSCHEN.
UND DER URACHER KREIS WAR EINE GRUPPE
VON KÜNSTLERN UND KÜNSTLERINNEN.
Karl Raichle hat diese Gruppe 1918 gegründet.
Das heißt, er hat die Gruppe neu gemacht.
Das war in Urach.
Urach ist eine Stadt in Baden-Württemberg.
Karl Raichle war Kunst-Hand-Werker und Schrift-Steller.
Er hat also Kunst mit den Händen gemacht,
zum Beispiel aus Metall.
Und er hat Bücher geschrieben.
Der Dichter Johannes R. Becher
hat auch zum Uracher Kreis gehört. Die Gruppe hatte viele anarchistische Ideen.
Beim Anarchismus gibt es keine großen Chefs.
Niemand hat alleine das Sagen.
Jeder macht, was er will. 1931 war die Gruppe zu Ende. Karl Raichle ist dann nach Meersburg gegangen.
Das ist am Bodensee.
Da hat er eine Zinn-Schmiede gegründet.
In einer Schmiede macht man Dinge aus Metall.
Und Zinn ist ein Metall. Karl Raichle hat den Maler Julius Bissier kennen gelernt.
Sie sind Freunde geworden.
Karl Raichle hat von Julius Bissier gelernt. Johannes R. Becher ist 1933 in die Sowjetunion geflohen.
Fliehen heißt, man geht weg,
weil man Angst hat.
Und die Sowjetunion war bis 1991 ein großes Land. Johannes R. Becher war im Exil.
Das heißt, er musste woanders leben.
Weil er in seinem Land verfolgt worden ist.
Im Exil hat er Gedichte geschrieben.
Die Gedichte waren über seine Wunsch-Heimat Schwaben.
Schwaben ist eine Region in Baden-Württemberg.
Er hat dort sehr gern gelebt. 1947 hat er ein Buch mit diesen Gedichten veröffentlicht.
Man konnte das Buch also anschauen und kaufen.


ZWISCHEN GLÜCK UND SCHEITERN: GAIENHOFEN
SCHEITERN HEIßT, KEINEN ERFOLG HABEN.
UND GAIENHOFEN IST EIN ORT AM BODENSEE.
1904 sind Hermann und Maria Hesse
nach Gaienhofen gezogen.
Maria Hesse hatte den Spitz-Namen Mia. Heute ist das für die Kultur dort noch wichtig.
Kultur ist alles, was der Mensch gemacht hat.
Zum Beispiel
- Sprachen,
- Kunst
- oder Regeln. Hermann Hesse hat dort viele Texte geschrieben.
Und Mia Hesse war Fotografin.
Sie hat in Gaienhofen viel fotografiert.
Zum Beispiel:
- Land-Schaften
- Und Menschen.
Hermann Hesse und Mia Hesse
hatten viele Kontakte am Bodensee:
- Zu Künstlern und Künstlerinnen.
- Und zu Schrift-Stellern und Schrift-Stellerinnen.
Schrift-Steller sind Menschen, die schreiben:
Zum Beispiel:
- Bücher,
- Geschichten
- Oder Gedichte. Ludwig Finckh war ein Freund
von Hermann Hesse und Mia Hesse.
Er ist 1905 auch nach Gaienhofen gekommen. Hermann Hesse und Mia Hesse
sind 1912 weggezogen.
Dann waren sie keine Freunde mehr. Das war wegen ihren politischen Ideen.
Politik ist Arbeit für die Menschen in einem Land. Ludwig Finckh hatte rechts-nationale Ideen.
Rechts-nationale Menschen denken:
- Dass Menschen aus anderen Ländern
nicht nach Deutschland kommen dürfen.
- Und dass nicht alle Menschen gleich viel wert sind.
Ludwig Finckh hat nur noch für die
National-Sozialisten und National-Sozialistinnen geschrieben.
National-Sozialisten sind auch rechts-national.


ZWISCHEN MÄZENIN UND KÜNSTLERN UND KÜNSTLERINNEN: DIE SZENE UM MATHILDE VAN ZÙYLEN-AMMANN IN GOTTLIEBEN
EINE MÄZENIN IST EINE PERSON, DIE KÜNSTLERN HILFT.
ZUM BEISPIEL MIT GELD.
EINE SZENE IST HIER EINE GRUPPE VON MENSCHEN.
UND GOTTLIEBEN IST EIN ORT AM BODENSEE.
DER ORT IST IN DER SCHWEIZ.
Vor langer Zeit gab es die Lebens-Reform.
Das sind Reform-Gruppen.
Reform heißt, etwas ändern.
Diese Menschen wollten mehr Natur.
Und sie haben den Materialismus nicht gemocht.
Materialismus heißt, jemand will viele Dinge und Geld.
Die Lebens-Reform war auch in der Kunst beliebt.
Ab 1900 haben Künstler und Künstlerinnen
neue Gruppen gemacht.
Eine war die Künstler-Kolonie in Gottlieben.
Eine Kolonie ist hier ein Ort,
wo Menschen zusammen leben. Man weiß nicht genau,
von wann bis wann es die Kolonie gab. Der Mittel-Punkt war das Haus Hecht.
Es war das Haus von Mathilde van Zùylen-Ammann. Künstler und Künstlerinnen und
Schrift-Steller und Schrift-Stellerinnen
haben sich dort getroffen.
Schrift-Steller sind Menschen, die schreiben:
Zum Beispiel:
- Bücher,
- Geschichten
- oder Gedichte.
Alle waren aus Gottlieben und aus der Nähe. Mathilde van Zùylen-Ammann war auch Künstlerin. Emanuel von Bodman war Schrift-Steller.
Und Robert Weise war Maler.
Beide haben auch in Gottlieben gewohnt. Von 1910 bis 1920 sind
die Künstler und Künstlerinnen weggezogen.
Darum gab es die Kolonie nicht mehr.


ZWISCHEN HUNGER UND FREUNDSCHAFT. DIE KÜNSTLER-KOLONIE REHMENHALDE
EINE KOLONIE IST HIER EIN ORT,
WO MENSCHEN ZUSAMMEN LEBEN.
UND REHMENHALDE IST EIN TEIL VON ÜBERLINGEN.
DAS IST EINE STADT AM BODENSEE.
Bruno Goetz war Schrift-Steller.
Schrift-Steller sind Menschen, die schreiben:
Zum Beispiel:
- Bücher,
- Geschichten
- oder Gedichte.
Und seine Frau Elisabeth von Rukte·schell war Malerin.
Beide sind 1923 nach Überlingen gezogen. Bruno Goetz war die wichtigste Person von der Kolonie. Immer mehr Künstler und Schriftsteller
sind dann dorthin gezogen. Rehmenhalde war ein lebendiger Ort
für Gesellschaft und Kultur.
Gesellschaft sind die Menschen in einem Land.
Kultur ist alles, was der Mensch gemacht hat.
Zum Beispiel
- Sprachen,
- Kunst
- Oder Regeln. Viele Künstler haben aber nur wenig Geld verdient. Darum haben die Leute gesagt:
Rehmenhalde ist ein Hunger-Hügel.
Ein Hügel ist ein kleiner Berg.
Und die Menschen dort hatten kaum Geld für Essen. Bruno Goetz hat 1925 ein Buch veröffentlicht.
Man konnte das Buch also anschauen und kaufen.
Der Titel vom Buch war: Überlinger Almanach.
Ein Almanach ist eine Sammlung
von Bildern und Texte.
Sammlung bedeutet, ein Mensch sammelt etwas. Dieses Buch war ein Angebot für:
- Künstler und Künstlerinnen
- Und für Autoren und Autorinnen
Das sind Menschen, die schreiben:
Zum Beispiel:
- Bücher,
- Geschichten
- Oder Gedichte.
Sie konnten in dem Buch ihre Kunst-Werke veröffentlichen.


ZWISCHEN IDEAL UND REALITÄT: UTTWIL
IDEAL BEDEUTET, ETWAS IST OHNE FEHLER.
UND DIE REALITÄT IST DIE WIRKLICHKEIT.
Henry van de Velde war Gestalter und Architekt.
Gestalter sind Künstler.
Und Architekten planen Häuser und Wohnungen.
Er hat 1918 und 1919 in Uttwil gewohnt.
Das ist ein Ort am Bodensee.
In der Schweiz. Carl Sternheim ist 1920 auch dorthin gezogen.
Er ist mit seiner Frau gekommen:
Mit der Schrift-Stellerin und Kunst-Sammlerin Thea Sternheim.
Autoren sind Menschen, die schreiben:
Zum Beispiel:
- Bücher,
- Geschichten
- Oder Gedichte. Viele Künstler und Künstlerinnen und
viele Schrift-Steller und Schrift-Stellerinnen
sind in die Villa Sternheim gekommen.
Eine Villa ist ein sehr schönes Haus. Die Künstler Conrad Felix·müller und Frans Masereel
sind auch dorthin gekommen.
Frans Masereel hat das Buch Fairfax illustriert.
Illustrieren bedeutet, Bilder für eine Geschichte malen.
Carl Sternheim hat dieses Buch 1921 geschrieben.
Viele Künstler und Künstlerinnen sind
zur Künstler-Kolonie Uttwil gekommen.
Eine Künstler-Kolonie ist ein Ort,
wo Künstler wohnen, sich treffen und arbeiten.
Aber die Kolonie hatte kein klares Ziel. Viele Künstler und Künstlerinnen und
viele Schrift-Steller und Schrift-Stellerinnen
haben Uttwil nur besucht.
Sie haben dort nicht fest gewohnt.


ZWISCHEN FAMILIEN-TRADITION UND PORTRÄT-KUNST: BETTINA ENCKE VON ARNIM UND ELFRIEDE ECKARDT-SKALBERG
TRADITION SIND SACHEN,
DIE MAN SCHON SEHR LANGE MACHT.
UND EIN PORTRÄT IST EIN BILD VON EINEM MENSCH,
OFT NUR VON KOPF UND BRUST.
Bettina Encke von Arnim ist 1953 nach Überlingen gezogen.
Sie war Malerin und die Ur-Enkelin von
Bettina und Achim von Arnim.
Beide waren Schrift-Steller.
Das sind Menschen, die schreiben:
Zum Beispiel:
- Bücher,
- Geschichten
- Oder Gedichte. Bettina Encke von Arnim hatte Kontakt
zu Künstlern und Künstlerinnen vor Ort.
Und sie war Mitglied vom Internationalen Bodensee-Club.
Das ist eine Gruppe für Kunst und Kultur.
Kultur ist alles, was der Mensch gemacht hat.
Zum Beispiel
- Sprachen,
- Kunst
- Oder Regeln.
Bettina Encke von Arnim hat in Überlingen
Elfriede Eckardt-Skalberg kennen gelernt.
Sie war eine Dichterin aus Lettland.
Und sie hat seit 1942 dort gelebt. Elfriede Eckardt-Skalberg hat Gedichte
über Traditionen von vor langer geschrieben.
Tradition sind Sachen,
die man schon sehr lange macht.
Sie hat auch über ihr Leben Gedichte geschrieben.
Ihr Leben war nicht immer leicht. Man weiß über ihr Leben nur wenig. Man weiß auch über die Freundschaft
von den beiden Frauen nur wenig.


ZWISCHEN FAMILIE UND WAHL-VERWANDTSCHAFTEN: DIE FAMILIEN MÜHLEN·WEG UND DIX
EINE WAHL·VERWANDTSCHAFT IST EINE PERSON,
DIE MAN SICH SELBST ALS VERWANDTE PERSON WÄHLT.
EINEN SEHR GUTEN FREUND ZUM BEISPIEL.
Die 2 Familien Mühlen·weg und Dix waren befreundet. Otto Dix und Fritz Mühlen·weg haben sich
ungefähr im Jahr 1935 kennen gelernt. Die beiden Männer haben mit ihren Familien
fest am Bodensee gewohnt. Otto Dix war Maler.
Und Nelly Dix war seine Tochter.
Sie hat eine Zeit bei der Familie Mühlen·weg gewohnt. Fritz und Elisabeth Mühlen·weg hatten 2 Talente: Sie haben gemalt und geschrieben.
Und sie haben auch zusammen Bücher geschrieben.


ZWISCHEN HEIMAT-ROMANTIK UND IDENTITÄT – DAS EHE-PAAR GULBRANSSON
HEIMAT-ROMANTIK BEDEUTET:
- SCHÖNE GEDANKEN ÜBER DIE HEIMAT
- UND SCHÖNE ERINNERUNGEN AN DIE HEIMAT.
UND IDENTITÄT HEIßT:
MAN WEIß, WER MAN IST.
Grete Gulbransson ist 1882 in Bludenz geboren.
Das ist in Österreich. 1902 ist sie nach München gezogen.
Da hat sie im Simplicissimus-Kreis Leute kennen gelernt.
Der Simplicissimus war eine Zeit-Schrift. Grete Gulbransson hat Olaf Gulbransson kennen gelernt.
Der war Maler und Karikaturist.
Ein Karikaturist malt Karikaturen.
Das sind besondere Bilder.
Zum Beispiel:
- Menschen als Teufel, wenn sie sehr böse sind.
- Bäume können laufen.
- Oder Menschen haben große Köpfe,
weil sie alles besser wissen.
Sie haben 1906 in München geheiratet. Aber später haben sie sich wieder scheiden lassen.
1914 hat Grete Gulbransson ein Buch veröffentlicht.
Man konnte das Buch also anschauen und kaufen.
Der Titel vom Buch war: Gedichte.
Und wie der Titel sagt,
gab es darin viele Gedichte. 1922 hat sie das Buch Ewiger Ruf geschrieben.
Und 1932 ein Heimatstück,
also ein Buch über Heimat.
Das Buch war über Johann Josef Batlogg.
Der war ein Soldat.
Sie hat auch noch die Ballade Ehreguta geschrieben.
Eine Ballade ist ein langes Gedicht. Grete Gulbransson ist Ende von den 1920er-Jahren
nach Bregenz gezogen. Sie ist im Jahr 1934 gestorben. In diesem Jahr hat man ein Buch von ihr veröffentlicht.
Der Titel ist: Geliebte Schatten. Eine Chronik der Heimat.
Eine Chronik ist eine Geschichte darüber,
was in der Zeit nacheinander passiert. Mit diesem Buch ist sie bekannt geworden.
Aber erst nach ihrem Tod.
Und regional, also in ihrer Heimat.


ZWISCHEN AMERIKA-REISE UND HEIMAT-LOB: MARTIN WALSER UND ANDRÉ FICUS
Martin Walser war Autor.
Autoren sind Menschen, die schreiben:
Zum Beispiel:
- Bücher,
- Geschichten
- Oder Gedichte.
Martin Walser ist nach dem Zweiten Welt-Krieg
bekannt geworden.
André Ficus war Maler.
Er war nur regional bekannt,
also nicht im ganzen Land,
sondern begrenzt auf einige Orte.
Für Martin Walser und André Ficus
war der Bodensee sehr wichtig. Martin Walser ist am Bodensee geboren.
Und er hat dort gelebt.
Aber André Ficus ist dorthin gezogen.
Er hat sich nie heimisch gefühlt. André Ficus hat Martin Walser oft gemalt. Und Martin Walser hat ihm Tipps gegeben.
Über seine Bilder. Die beiden haben auch zusammen-gearbeitet.
Bei den Büchern: Heimat·lob und Die Amerika·reise.
Martin Walser hat geschrieben
und André Ficus hat die Bilder gemalt.


ZWISCHEN SCHLÜSSEL-ROMAN UND BILDER-BUCH: FRANZ FRANK UND EDUARD REINACHER
EIN SCHLÜSSEL-ROMAN IST EIN SEHR WICHTIGES BUCH.
Eduard Reinacher war Dichter.
Er ist 1920 nach Konstanz gekommen.
Dort hat für den Oskar Wöhrle Verlag gearbeitet.
Ein Verlag ist eine Firma.
Dort macht man zum Beispiel Bücher.
Eduard Reinacher war dort Übersetzer und Lektor.
Lektoren lesen Texte.
Und prüfen, ob alles stimmt. Aber er hat auch eigene Bücher veröffentlicht.
Veröffentlichen heißt, man konnte die Bücher
anschauen und kaufen. Ein Buch war ein lustiger Roman im Jahr 1929.
Der Titel ist: Bohème in Kustenz.
Ein Roman ist eine Geschichte als Buch.
Bohème bedeutet:
- Das Leben von Künstlern und Künstlerinnen.
- Und die Orte, wo sie leben und arbeiten.
Im Roman geht es um das Kultur-Leben in Konstanz.
Kultur ist alles, was der Mensch gemacht hat.
Zum Beispiel
- Sprachen,
- Kunst
- oder Regeln.
Und Konstanz ist am Bodensee. Eduard Reinacher hatte einen guten Freund:
Den Maler Franz Frank.
Eduard Reinacher hat Franz Frank stark beeinflusst.
Das heißt: Franz Frank war wichtig,
was Eduard Reinacher gesagt hat.
Und welche Meinung er hatte. 1924 haben sie zusammen ein Bilder-Buch veröffentlicht.
Der Titel ist: Malli die Gärtnerin. Eduard Reinacher hat in Konstanz ein Buch geschrieben:
Die Epistel an einen Maler.
Eine Epistel ist ein langer Brief.
Eduard Reinacher hat den Brief
wie ein Gedicht vom Bodensee geschrieben.
Der Brief war für Franz Frank.


ZWISCHEN MONTAGNOLA UND BODENSEE: HERMANN HESSE UND HANS PURRMANN
MONTAGNOLA IST IN DER SCHWEIZ.
Hermann Hesse hat mit seiner Familie
in Gaienhofen gelebt.
Gaienhofen ist am Bodensee.
Sie waren von 1904 bis 1912 dort. Hans Purrmann war von 1916 und 1935 in Langenargen.
Er war dort immer im Sommer.
Langenargen ist auch am Bodensee. Hermann Hesse und Hans Purrmann
haben sich am Bodensee nicht getroffen.
Aber sie haben sich im Tessin kennen gelernt.
Das ist ein Teil von der Schweiz.
Da ist auch Montagnola. Von 1943 und 1962 haben sich beide
viele Briefe geschrieben. Sie haben über Kunst und Kultur geschrieben.
Kultur ist alles, was der Mensch gemacht hat.
Zum Beispiel
- Sprachen,
- Kunst
- Oder Regeln.
Und sie haben über die Änderungen
in der Kunst geschrieben. Gunter Böhmer war auch in Montagnola.
Er war Maler und Grafiker.
Ein Grafiker ist ein visueller Künstler.
Er macht also Kunst, die man sehen kann.
Hermann Hesse und Hans Purrmann
waren mit Gunter Böhmer befreundet. Gunter Böhmer hat die Freundschaft
von Hermann Hesse und Hans Purrmann illustriert.
Er hat also Bilder von ihrer Beziehung gezeichnet.


ZWISCHEN KREATION UND DOKUMENTATION: LOTTE ECKENER UND DIE LITERATUR
KREATION BEDEUTET, ETWAS NEUES MACHEN.
IN DER KUNST ZUM BEISPIEL
- EIN BUCH
- ODER EIN BILD.
UND DOKUMENTATION HEIßT:
MAN SCHREIBT DINGE FÜR SPÄTER AUF.
DAMIT MAN SIE NICHT VERGISST.
LITERATUR IST EIN ANDERES WORT FÜR BÜCHER.
Lotte Eckener war Fotografin und Verlegerin.
Eine Verlegerin ist Chefin von einem Verlag.
Und ein Verlag ist eine Firma.
Dort macht man zum Beispiel Bücher. Lotte Eckener hat studiert.
Danach hat sie bei Alexander Binder gearbeitet.
Der hatte ein Foto-Atelier.
Ein Atelier ist der Arbeits-Raum von Künstlern.
Das Atelier war damals sehr bekannt in Europa. Lotte Eckener hat auch Fotos gemacht.
Und das schon als junge Frau.
Sie hat ihre Fotos mit Texten veröffentlicht.
Man konnte ihre Bücher also anschauen und kaufen.
Sie hat Bild-Bände gemacht.
Das sind Bücher mit Fotos und Texten dazu.
Die erzählen, was man auf den Fotos sieht. 1935 hat man ihr wichtigstes Buch veröffentlicht.
Der Titel ist: Bodensee. Land·schaft und Kunst. Lotte Eckener hat mit Martha Koch zusammen-gearbeitet.
Sie haben 1954 den Simon + Koch Verlag gegründet.
Gründen heißt, neu machen.
Martha Koch hatte nach der Hoch-Zeit
den Nach-Namen Simon. Das erste Buch vom Verlag war:
Das kleine Buch vom Bodensee.
Lotte Eckener hat das mit Fritz Mühlen·weg gemacht.


ZWISCHEN BODENSEE & PARIS: MATHILDE VOLLMOELLER-PURRMANN UND RAINER MARIA RILKE
PARIS IST IN FRANKREICH.
Mathilde Vollmoeller-Purrmann ist im Jahr 1897
nach Berlin gezogen.
Dort hat auch Rainer Maria Rilke gelebt. Die beiden hatten die gleichen Freunde.
Und sie hatten den gleichen Verleger.
Ein Verleger ist Chef von einem Verlag.
Und ein Verlag ist eine Firma.
Dort macht man zum Beispiel Bücher. Mathilde Vollmoeller-Purrmann und Rainer Maria Rilke
haben sich 1906 in Paris wieder gesehen.
Sie sind dann Freunde geworden. Sie haben sich viele Briefe geschrieben.
Und sie haben die Kunst voneinander sehr gemocht. Rainer Maria Rilke hat sogar
bei Mathilde Vollmoeller-Purrmann gewohnt.
Das war in ihrem Atelier in Paris.
Ein Atelier ist der Arbeits-Raum von Künstlern. 1920 haben sie sich nicht mehr geschrieben. Man weiß nicht, ob die Briefe im Krieg
verloren gegangen sind.
Oder ob es einen anderen Grund
für das Ende von den Briefen gibt.


ZWISCHEN UNTERSTÜTZER UND ÜBERZEUGUNGS-TÄTER: WILHELM VON SCHOLZ UND DIE KUNST
EIN UNTERSTÜTZER IST JEMAND, DER ANDEREN HILFT.
UND EIN ÜBERZEUGUNGS-TÄTER MACHT ETWAS,
WEIL ER DARAN GLAUBT.
ER DENKT, ES IST GUT UND RICHTIG.
Wilhelm von Scholz ist 1910 nach Konstanz gezogen.
Er hat im Gut Seeheim gewohnt.
Ein Gut ist wie ein großer Bauern-Hof. Wilhelm von Scholz hat sich am Bodensee
das ganze Leben sehr wohl gefühlt.
Er hat zum Bodensee gesagt:
Ruhe-Punkt seines Lebens.
Das heißt, dort konnte er Ruhe haben. Wilhelm von Scholz hat Theater-Stücke geschrieben.
Das heißt, die Bücher für das Theater.
Zwischen den beiden Welt-Kriegen
war er sehr bekannt in Deutschland.
Man hat viele von seinen Stücken
im Theater gesehen.
Viele Künstler und Künstlerinnen
haben ihn gekannt. 1933 hat er einen Text unterschrieben:
Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler.
Das heißt, er wollte alles für Adolf Hitler machen.
Adolf Hitler war der Chef vom National-Sozialismus.
Der National-Sozialismus ist
gegen manche Menschen-Gruppen und Ideen.
Der National-Sozialismus durfte die Texte
von Wilhelm von Scholz für Propaganda nutzen.
Propaganda heißt,
man will Einfluss auf andere Menschen haben.
Man will andere Menschen zu etwas bringen.
Alles soll so passieren, wie man es selbst will.
Oft ist Propaganda schlecht. Ab 1990 hat man das Leben von
Wilhelm von Scholz geprüft.
Man hat geschaut:
- Was hat er gut gemacht?
- Und was nicht?

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