Aufbruch ins Unbekannte.
Die Klassische Moderne am Bodensee
11. Dezember 2018 - 12. Mai 2019

Zum ersten Mal zeigt das Zeppelinmuseum Höhepunkte der Klassischen Moderne aus der eigenen Sammlung. 100 Meisterwerke von KüstlerInnen wie Max Ackermann, Willi Baumeister, Karl Caspar, Maria Caspar-Filser, Otto Dix, Andreas Feininger, André Ficus, Karl Hájek Kunze, Erich Heckel, Carl Hofer, Adolf Hölzel, Hans Purrmann verdeutlichen die große Bandbreite der Sammlung und ihre hohe Qualität.

Zum ersten Mal zeigt das Zeppelinmuseum Höhepunkte der Klassischen Moderne aus der eigenen Sammlung. 100 Meisterwerke von KüstlerInnen wie Max Ackermann, Willi Baumeister, Karl Caspar, Maria Caspar-Filser, Otto Dix, Andreas Feininger, André Ficus, Karl Hájek Kunze, Erich Heckel, Carl Hofer, Adolf Hölzel, Hans Purrmann verdeutlichen die große Bandbreite der Sammlung und ihre hohe Qualität.

Zahlreiche herausragende Künstler der Klassischen Moderne hatten eine starke persönliche Verbindung zur Bodenseeregion. Otto Dix, Max Ackermann, Hans Purrmann und Erich Heckel lebten zum Teil mehrere Jahrzehnte hier. Andere wie Karl Caspar stammten aus der Region. Anhand dieser Werke der Sammlung ist es möglich, zahlreiche große Strömungen der Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu zeigen: Vom Impressionismus über den Expressionismus und die Neue Sachlichkeit bis hin zur Abstraktion.

„Im 20. Jahrhundert wurde die Region rund um den Bodensee vor allem für die während des Nationalsozialismus als „entartet“ gebrandmarkten Künstler interessant. Hier zogen sich KünstlerInnen wie Otto Dix, Willi Baumeister, Erich Heckel oder Max Ackermann in die sogenannte „Innere Emigration“ zurück – und waren zumindest etwas weiter außerhalb des Fokus der Schergen des Hitlerregimes, als in den Hauptstädten Berlin, Düsseldorf oder Dresden. Daher haben wir ausgezeichnete Sammlungsbestände aus dieser Zeit“, sagt Claudia Emmert, Direktorin des Zeppelin Museums.

Der Start in das 20. Jahrhundert war nicht nur künstlerisch, sondern auch gesellschaftlich ein „Aufbruch ins Unbekannte“. Es war eine Zeit der Umwälzungen: Totalitäre Regime, Aufstände, Wirtschaftskrisen und die beiden Weltkriege veränderten die Gesellschaft radikal. Mit der Einführung der Abstraktion wurde die bildende Kunst revolutioniert. Gegensätzliche Strömungen wie Impressionismus und Expressionismus bzw. Figuration und Abstraktion prägten die künstlerische Entwicklung. Mit der Ausstellung „Aufbruch ins Unbekannte. Die Klassische Moderne am Bodensee“ werden die zentralen Themen dieser Zeit aufgegriffen: von Landschaftsdarstellungen bis hin zum Großstadtleben, von religiösen Themen bis hin zu drastischen Kriegsaufnahmen. Die Bandbreite der gezeigten Arbeiten reicht von Gemälden und Zeichnungen bis hin zu Fotografien von Andreas Feininger.
 
„Die Gegensätze machen die Zeit so faszinierend: es haben die schlimmsten Katastrophen der Menschheit stattgefunden, es war aber auch die Zeit einer unglaublichen Entwicklung in der Kunst. Wir stellen bei jedem Bildthema verschiedene KünstlerInnen in unterschiedlichen Stilen vor, was neue Zusammenhänge und Gegensätze eröffnet. “ Mark Niehoff, Kurator der Ausstellung und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Kunst