IDEAL STANDARD
Spekulationen über ein Bauhaus heute
30. November 2018 - 28. April 2019

Das Bauhaus verstand in einem universalen Sinne den Bau als oberstes Ziel allen bildnerischen Schaffens – seine Architektur, seine Räume, deren Ausstattung mit Möbeln, Design und Kunst. Durch die Auflösung der Hierarchien zwischen Kunst und Kunstgewerbe sollte eine einzige, gesamtheitliche Praxis entstehen, die den Lebensraum umfassend formt und mit einer funktional wie ästhetisch ambitionierten Gestaltung dennoch für die Massenproduktion geeignet ist.

"IDEAL STANDARD. Spekulationen über ein Bauhaus heute" begreift das Bauhaus als ein nicht abgeschlossenes, sondern bis heute offenes Projekt, als Motor für gesellschaftliche Innovationen: Was ist heute Bauhaus? Fünf international renommierte KünstlerInnen setzen sich mit zentralen Fragestellungen unserer Gesellschaft auseinander und versuchen, zeitgenössischen Utopien eine Gestalt zu geben.

Die Ausstellung versteht sich als Plattform, die die Öffentlichkeit in einen offenen Diskurs über die dringlichen Fragen des "Bauhaus heute" involviert: Wie beeinflusst dessen ikonische Formensprache zeitgenössische Skulptur und Installation? Wie werden die historischen Themenkomplexe Wohnen und Massenproduktion, wie die patriarchalisch geprägte Geschichtsschreibung kritisch reflektiert? Lassen sich in den Arbeits- oder Denkweisen von zeitgenössischen KünstlerInnen und Kollektiven Parallelen zu den Innovationen des Bauhauses ziehen? Die Ausstellung setzt in einer offenen Ausstellungsarchitektur heterogene Positionen zeitgenössischer Kunst in einen diskursiven Ideenzusammenhang, der sich vom Bauhaus ableitet.

Die Ausstellung wird durch hochkarätige Leihgaben unterstützt und präsentiert mehrere Neuproduktionen. Christopher Kulendran Thomas‘ „60 Million Americans can’t be wrong“ wird als Teil von "IDEAL STANDARD. Spekulationen über ein Bauhaus heute" zum ersten Mal in Deutschland gezeigt.

 Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Katarina Burin, Erika Hock, Christopher Kulendran Thomas (in Zusammenarbeit mit Annika Kuhlmann), Pakui Hardware, Andrea Zittel