Gustav Mesmer
Mit dem Fahrrad fliegen
27. März - 28. Juni 2015

Mit dem Fahrrad fliegen - von Ort zu Ort, über die Landschaft hinweg, frei, unabhängig von Straßen und Verkehr. Ohne Motor nur mit Muskelkraft: umweltfreundlich, leise, den Vögeln gleich.

„Wäre dies doch schön“ dachte sich Gustav Mesmer bereits in den 1930er Jahren, als er begann sich mit der Erfindung von Flugfahrrädern und der Konstruktion von Schwingenflügeln zu beschäftigen.

Gustav Mesmer, geboren 1903 im oberschwäbischen Altshausen, ein Zeitgenosse der großen Zeppeline, war Erfinder, Tüftler, ein Utopist und Philosoph. Er schuf bis zu seinem Tod 1994 ein faszinierendes und einzigartiges Werk von Fluggeräten, Zeichnungen, Bildern, Musikinstrumenten und Texten. Technik und Handwerk verband er mit seinen Ideen und Träumen zu einem eigenen Kosmos, den er bewohnte und nach seinen Vorstellungen gestaltete. Erst in fortgeschrittenem Alter konnte Gustav Mesmer, der 35 Jahre seines Lebens in psychiatrischen Anstalten verbringen musste, seine Erfindungen auch realisieren und erproben. Bekannt und gesellschaftlich anerkannt wurde Mesmer zunächst durch seine Flugfahrräder. Seit den 1980er Jahren wird Mesmers Werk auch zunehmend als Outsider-Art rezipiert.

Die Ausstellung zeigt original erhaltene Flugfahrräder, Werkzeuge und Instrumente neben dem bildnerischen Werk Gustav Mesmers. Sie stellt sein außergewöhnliches Leben zwischen gesellschaftlichen Begrenzungen und der individuellen Möglichkeit von Freiheit, zwischen Technik und Utopie, Sehnsucht und Verwirklichung vor. 
Die Ausstellung ist eine Kooperation des Zeppelin Museums mit der Gustav Mesmer Stiftung.

Kostenlose Führung durch diese Ausstellung:
Jeden Sonntag von 11-12 Uhr. Eintrittskarte erforderlich.