
Die Gondel wurde 1928 von der Luftschiffbau Zeppelin GmbH für das Luftschiff "Graf Zeppelin" gefertigt. Die Antriebsanlage dieses Schiffes bestand aus fünf Gondeln, die außen am Rumpf befestigt waren. In jeder Gondel war ein Maybach-Motor des Typs VL 2 eingebaut, der eine Luftschraube am Gondelheck antrieb und ständig von einem Maschinsten bedient werden musste.
Die Gondeln bestanden aus einem Aluminiumgerippe. Der untere Teil war mit Aluminiumblech beplankt, der obere mit Baumwollstoff bespannt. Ein Einstieg mit Verbindungsleiter zum Schiffskörper ermöglichte den Schichtwechsel der Maschinisten.
Nachdem LZ 127 "Graf Zeppelin" 1940 in Frankfurt am Main abgewrackt worden war, wurde die Gondel zuerst an verschiedenen Orten gelagert. Souvenirjäger und Witterungseinflüsse beschädigten das historisch einzigartige Relikt über die Jahre stark. 1972 wurde die Gondel von Mitarbeitern der Luftschiffbau Zeppelin GmbH geborgen und wird seit 1996 erstmals öffentlich gezeigt.

Der Motor ist ein Maybach-Motor des Typs VL 2 mit einer Leistung von 419 kW (570 PS). Der Zwölfzylinder-V-Motor hat einen Hubraum 33,3 Litern und ein Gewicht von rund 1,1 Tonnen.
Dipl.-Bibl. Jürgen Bleibler
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