
Die Kunst der Moderne konnte im Bodenseegebiet erst langsam Fuß fassen. Zunächst lösten sich nur vereinzelte Künstler von der Ästhetik des 19. Jahrhunderts. Dieses Verharren in den Traditionen brach erst auf, als an der Stuttgarter Akademie mit Adolf Hölzel im Jahr 1905 einer der bedeutendsten Wegbereiter der Moderne berufen wurde.
Die Kunstlandschaft Bodensee erfuhr in den frühen 1930er Jahren, nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, eine vollkommene Veränderung. Die Künstler, die von den neuen Machthabern als "entartet" gebrandmarkt worden waren, nicht aber das Land verlassen wollten oder konnten, zogen sich in die so genannte "innere Emigration" an den Bodensee zurück. Hier waren sie vor den Verfolgungen sicherer als in den Großstädten, auch wenn die Schweizer Grenze für die meisten von ihnen unüberwindbar war.
In der Sammlung des Zeppelin Museums befinden sich sowohl Werke von regionalen als auch von Künstlern, die an den Bodensee emigrierten.