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Zeppelinmuseum

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JOHANN HEIß (1640 - 1704)

Schwäbischer Meister Barocker Pracht

Nach der Ausstellung "Franz Joachim Beich" widmet sich das Zeppelin Museum Friedrichshafen zum zweiten Mal in einer monographischen Ausstellung dem Werk eines Künstlers des schwäbischen Barock, dessen Werke neben Friedrichshafen in allen namhaften europäischen Museen mit Sammlungen zur süddeutschen Barockmalerei vertreten: Sie befinden u. a. sich im Pariser Louvre, im Braunschweiger Herzog-Anton-Ulrich-Museum, in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, der Eremitage in St. Petersburg oder der Deutschen Barockgalerie Augsburg. Eine monographische Ausstellung jedoch stellt bis zum heutigen Tag ein kunsthistorisches Desiderat dar.

Über den Aspekt der Vorstellung des Werkes hinaus, wird sich die Ausstellung besonders mit der Lehre an der damals neu gegründeten Augsburger Akademie befassen. Keine andere Institution vermag derart beispielhaft zu illustrieren, in welch gravierendem Maße sich in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts ästhetische Idealvorstellungen und deren Vermittlung verändert haben: Am antiken Vorbild geschult, sollte der Künstler lernen, die Fehler der Natur in seinen Bilder zu korrigieren. In einem eigenen Ausstellungsteil soll diese Neubewertung thematisiert werden. Ausgehend von den allegorischen Werken von Johann Heiß, soll der Bogen bis in unsere heutige Zeit gespannt werden: Welche Bedeutung haben Ideale / Bilder in unserem alltäglichen Leben, wie beeinflussen sie unsere Entscheidungen und welchen Realitätsgehalt messen wir ihnen bei? Durch diese Inbezugsetzung der allegorischen und mythologischen Darstellungen von Johann Heiß, wird auf deren Aktualität verwiesen, die diese auch noch für den Betrachter des beginnenden 21. Jahrhunderts haben. Oder warum kommt gerade in diesen Tagen ein großer deutsche Automobil-Konzern mit seinem neuen Produkt namens "Phaëton" auf den Markt?

Zur Ausstellung wird eine Begleitpublikation erscheinen, in der die unterschiedlichen Teile der Ausstellung zusammengeführt werden. Darüber hinaus stehen dem Besucher auch jederzeit fachkundige Ansprechpartner, die Ciceroni, in der Ausstellung zur Verfügung. Dieses Angebot konnte durch die Unterstützung der Kunststiftung Zeppelin Museum e.V. verwirklicht werden.

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Laufzeit:

18. Oktober 2002 bis 9. Februar 2003