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AUF PAPIER: BECKMANN - DIX - HUBBUCH

Laufzeit: 27. Oktober 2006 bis 14. Januar 2007

Max Beckmann, Otto Dix und Karl Hubbuch – drei große Namen der realistischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Erstmals werden ihre Werke gemeinsam gezeigt.
Wie ordneten die drei das Weltgeschehen ein? Was prägte sie und welcher Realismusbegriff lag ihrer Kunst zugrunde?

Die drei Künstler vertraten eine sachlich-realistische Kunst der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Gleichzeitig deckten sie im Vorkriegs-Deutschland die wichtigsten Kunststile vom Naturalismus bis hin zum Expressionismus ab.

Beckmann, Dix und Hubbuch begriffen wie viele den Ersten Weltkrieg als Chance auf einen Neubeginn und zogen freiwillig in den Krieg, in dem sie auch Malen und Zeichnen konnten. Beckmann blieb dabei seinen impressionistischen Wurzeln weitgehend treu. Dix‘ Zeichnungen merkte man die Kriegsbrutalität kaum, seine Kriegfaszination aber deutlich an. Für Hubbuch war der Krieg kein Motiv, sondern nur Mahnung, sich künftig als Künstler politisch zu engagieren.

Spätestens um 1920 mussten immer mehr Künstler feststellen, dass die konservativen Kräfte wieder erstarkt waren und die Ideale, für die sie in den Krieg gezogen waren, endgültig der Vergangenheit angehörten.

Beckmanns Werke der Zwischenkriegszeit sind geprägt von der Suche nach einer neuen metaphysischen Realität. Dix hielt einer Gesellschaft den Spiegel vor, die auf den Gräbern tanzte und Hubbuch stellte seine Kunst in den Dienst der politischen Linken, die für die Versöhnung kämpfte. Seine gesellschaftskritischen Darstellungen waren dabei immer vom Glauben an das Gute im Menschen geprägt.

1933 verloren alle drei ihre Professuren. Beckmann emigrierte 1937 in die Niederlande, Dix zog sich in die "innere Emigration" an den Bodensee zurück und Hubbuch überlebte als Modellzeichner u. a. in der Karlsruher Majolika-Werkstatt. 

Die gemeinsam mit dem Kunstmuseum Bayreuth konzipierte Ausstellung zeigt die Auswirkungen der gesellschaftlichen Entwicklungen auf das Werk der drei Künstler.

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