
Otto Dix wird 1891 in Unterhaus, einem heutigen Stadtteil von Gera, geboren. Da sein künstlerisches Talent schon auf der Schule auffiel und von seinen Lehrern gefördert wurde, begann er 1906 eine Ausbildung zum Dekorationsmaler. Während dieser Zeit arbeitete Dix aber auch schon frei, wie es erste Arbeiten belegen. An diese erste Ausbildung schloss sich der Besuch der Kunstgewerbeschule in Dresden von 1910 bis 1914 an. Zum Ersten Weltkrieg meldete sich Dix freiwillig, wie viele Intellektuelle in Deutschland. Vier Jahr lang lag er in den Schützengräben und in dieser Zeit entstanden Zeichnung wie der "Angriff".

Der Krieg sollte nicht nur die Welt, sondern auch den Blick von Dix auf die Welt verändern. Dix wurde zu dem spitzpinseligen Zyniker, der der Gesellschaft den Spiegel vorhielt, wobei er seine Kunst nie moralisierend oder politisch verstanden wissen wollte. Trotzdem reichte es aus, um mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 seine Professur an der Dresdener Akademie zu verlieren und von den nationalsozialisten als "entarteter Künstler" abgestempelt zu werden. Dix ging in die so genannte innere Emigration an den Bodensee. Zunächst wohnte er in Randegg bei Singen, ab 1936 lebte er mit seiner Familie in Hemmenhofen.
Seit 1952 sammelt das Friedrichshafener Museum Werke von Dix . Mit über 450 Arbeiten, die Mehrzahl davon auf Papier, ist der Bestand damit heute eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen. In ihr sind Werke aus allen Schaffensperioden vertreten und so vermag die Sammlung einen Überblick über das gesamte Schaffen zu geben.