Aufruf zur Sonderausstellung „Schulgeschichte – ganz privat“ im Schulmuseum Friedrichshafen
Anlässlich des 200jährigen Stadtjubiläums bereitet das Schulmuseum eine Ausstellung zur Friedrichshafener Schulgeschichte für 2011 vor: „Schulgeschichte – ganz privat“.
Wie der Titel schon verrät, sollen vor allem die persönlichen Erinnerungen und Geschichten von Friedrichshafener Schülern, Lehrern und Mitarbeitern von Schulen im Mittelpunkt der Ausstellung stehen. Denn sie tragen dazu bei, aus den Schulen lebendige Institutionen zu machen, die wiederum ein wichtiger Teil einer lebendigen Stadt sind.
Für viele Menschen steckt die Schulzeit voller Erlebnisse, die eng mit dem Ort verknüpft sind. Diese persönlichen Geschichten rund um die Friedrichshafener Schulen wollen wir in der Ausstellung zeigen. Wir suchen Erinnerungsstücke von (ehemaligen) Schülern, Schulbediensteten und Lehrern aus Friedrichshafen, die Geschichten aus der Schulzeit erzählen. Das können Gegenstände und Fotos aus dem Schulleben, aus dem Unterricht, von Schulreisen, Andenken an Schulfreunde oder an besondere Schulveranstaltungen sein. Haben Sie etwas zu Hause, das Sie z.B. an den ersten Schultag, die Abschlussfeier, Ihren Banknachbarn, das Schulgebäude, den Schulweg oder das Lieblingsfach erinnert? Vielleicht haben Sie noch liebgewonnene Gegenstände aus der Schulzeit von den Eltern oder Großeltern?
Wenn Sie mitmachen möchten und Ihre „Schätze“ aus Schulzeiten leihweise für die Ausstellung zur Verfügung stellen wollen, dann freuen wir uns sehr auf Ihren Anruf oder Ihre Email.
Ihre Ansprechpartnerin:
Sonja Nanko
Schulmuseum Friedrichshafen
nanko(at)schulmuseum-fn.de
Tel.: +49 (0) 7541 3746990
„Andreas Feininger - That’s Photography“
Andreas Feininger, den das Zeppelin Museum mit einer Einzelausstellung präsentiert, ist bekannt für tiefsinnige und ausgefeilte fotografische Kompositionen, wie sie in seinem „Selbstportrait“ (1946) exemplarisch zu Tage treten. Feininger wurde an der staatlichen Bauschule in Weimar und in Zerbst zum Architekten ausgebildet und arbeitete schon sehr früh mit Größen wie Le Corbusier und Kurt Elster zusammen. Nachdem er 1939 über Stockholm in die USA emigriert war, fand er in New York sehr schnell eine feste Anstellung beim renommierten LIFE Magazin. Seit dieser Zeit entstanden seine weltbekannten Stadtansichten und Portraits, die zusammen mit seinen experimentellen Arbeiten und den Landschaftsaufnahmen in der Ausstellung gezeigt werden.
Zur Fotografie kam Feininger durch die bittere Erkenntnis, dass kaum ein Fotograf das Wesen von Bauten sensibel genug begreifen konnte, um ihn als ausführenden Architekten zufrieden zu stellen. Er versuchte es deshalb fortan selbst und nahm seine bekanntesten Fotos unter Verwendung zumeist selbst gebauter Kameras mit Teleobjektiven von sehr langer Brennweite auf. Diese selbstentwickelten Verfahren erlaubten ihm, seine Motive aus großem Abstand zu fotografieren und somit die tatsächlichen Größenverhältnisse der Motive besser zu erfassen.
Dass das Werk von Andreas Feininger nichts an Aktualität und Wirkung auf junge Lichtbildner verloren hat, zeigen die Fotostudentinnen und -studenten von Elke Sckell (Bernd-Blindow-Schule Friedrichshafen), die in der Ausstellung mit den Fotos und Themen Feiningers eigene Projekte entwickeln und ausstellen werden.
Die Ausstellung „Andreas Feininger – That’s Photography“ präsentiert nicht nur das herausragende Werk eines der wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts, sondern veranschaulicht darüber hinaus, dass die oftmals getrennt voneinander betrachteten Aspekte von Technik und Kunst in seinem Werk auf beispiellose Art und Weise miteinander verbunden sind.
Dauer der Ausstellung: bis 9. Januar 2011
Ihr Ansprechpartner:
Frank-Thorsten Moll M.A.
Leitung Abteilung Kunst
moll(at)zeppelin-museum.de
Tel.: +49 (0) 7541 3801-20
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
Ausstellung im Grenz-Raum:
„Das Double der Ursache“
Zeichnungen von Sandra Boeschenstein, Stipendiatin der ZF Kunststiftung
Sandra Boeschenstein hat als 25. Stipendiatin der ZF Kunststiftung sechs Monate im ZF-Turmatelier in Friedrichshafen gelebt und gearbeitet. Unter dem Titel „Das Double der Ursache“ stellt die Künstlerin ihre Zeichnungen im Grenz-Raum des Zeppelin Museums Friedrichshafen aus. Wesentlicher Bestandteil dieser Ausstellung ist eine temporäre Wandzeichnung.
Alltägliche Erfahrungen bilden den Ausgangspunkt der Zeichnungen von Sandra Boeschenstein. Die Züricher Künstlerin lässt sich durch Beobachtungen des Vertrauten zu überraschenden Gedanken und Bildern anregen, die sie mit feinen Linien auf das Papier wirft.
Eine Finissage mit Katalogpräsentation findet am 12.Dezember 2010 um 11 Uhr statt.
Ihr Ansprechpartnerin:
Regina Michel
ZF Kunststiftung
regina.michel(at)zf.com
Tel.: +49 (0) 7541 777114
9. Dezember, 19 Uhr
Adolf Rohrbach und das modernste Zivilflugzeug des Jahres 1920
Vortrag von Jürgen Bleibler
Adolf Rohrbach konstruierte bei der Zeppelin-Werke GmbH in Staaken einen viermotorigen Ganzmetall-Eindecker mit der Typenbezeichnung E 4/20 - das modernste Flugzeug seiner Zeit. Das Flugzeug bewies den technologischen Vorsprung, den der Zeppelin-Konzern im Metallflugzeugbau inzwischen erreicht hatte. Die Modernität der E 4/20 verkörperte einen erstaunlichen Fortschritt gegenüber allen damaligen Flugzeugen des In- und Auslands. Nach dem Inkrafttreten des Versailler Vertrages und dem Bauverbot für Flugzeuge in Deutschland ab dem 10. Januar 1920 durfte die E 4/20 unter Beobachtung der Alliierten fertig gebaut werden. Nach wenigen Versuchsflügen 1920 musste das Flugzeug verschrottet werden. Dennoch ist es als das erste moderne Passagierflugzeug in die Luftfahrtgeschichte eingegangen.
Ihr Ansprechpartner:
Jürgen Bleibler
Leiter Abteilung Zeppelin
bleibler(at)zeppelin-museum.de
Tel.: +49 (0) 7541 3801-23
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
16. Dezember, 19 Uhr
Arbeiten für die Ewigkeit: Die Kunst-Technik der Vergoldung
mit Materialproben und ein paar kleinen praktischen Handgriffen für Interessierte
Vortrag und kleine Werkstoffkunde zur Technik der Vergoldung von und mit Dipl.-Restauratorin Michaela Vogel
Als Ausdrucksmittel von besonderem Wert wurden von alters her Gemälde, Skulpturen und Altäre mit Vergoldungen veredelt. Der Glanz einer „hauchdünnen“ Blattgoldschicht kann den Anschein von massivem Gold erwecken. Verwurzelt in Traditionen und alten Handwerksregeln, wussten insbesondere die mittelalterlichen Künstler Werkzeug und Materialien virtuos einzusetzen. Die erworbenen Erfahrungen zur sachgemäßen und wirkungsvollen Materialanwendung stellten einen hochgeschätzten Wissensschatz dar, der über Generationen weitergegeben wurde.
Die überlieferten Verfahren dieser alten Verzierungsform können anschaulich anhand von Werkstücken, Vergoldungsmaterialien und -werkzeugen nachvollzogen werden.
Ihre Ansprechpartnerin:
Michaela Vogel
Dipl.-Restauratoren Vogel & Vogel
Samstag, 4. Dezember, 14 Uhr
Der 6. Dezember ist auch heute noch für Kinder ein besonderes Datum. Es gibt Süßigkeiten und Geschenke, manchmal wird auch positives und negatives Verhalten im vergangenen Jahr entsprechend belohnt.
Aber woher kommt dieser Brauch, heißt es nun Nikolaus oder Weihnachtsmann, und wie sieht dieser eigentlich aus? Viele Bilder werden uns in der Werbung und in den Geschäften angeboten, aber was steckt dahinter?
Die Wurzeln des Nikolausbrauches sind sehr weit in die Geschichte zurückzuverfolgen und verzweigen sich vielfältig. Es finden sich Geschichten aus vorchristlicher Zeit, die zusammen treffen mit der Legende über den Bischof Nikolaus, der im vierten Jahrhundert nach Christus in der Stadt Myra an der kleinasiatischen Mittelmeerküste lebte. Nikolaus wurde durch seine guten Taten und Wunder bekannt. Überliefert sind die Geschichte über die drei Goldklumpen und die Geschichte vom Kornwunder in Myra zur Zeit einer Hungersnot.
In unserer Nikolausführung für Kinder von 6 bis 11 Jahren begeben wir uns auf die Suche nach den Geschichten und den Darstellungen des Heiligen Nikolaus. Nach der Führung wird auch ein Nikolaus im Museum unterwegs sein!
Ihre Ansprechpartnerin:
Gudrun Knapp
Führungsorganisation
knapp(at)zeppelin-museum.de
Tel.: +49 (0) 7541 3801-25
Fax: +49 (0) 7541 3801-88
Neu erschienene Bücher, die Sie in unserem Online-Shop und im Museum kaufen können:
Jürgen Bleibler / Martin Kohler: Zeppeline in 3-D
Stereofotos der frühen Luftschiffe
Text Deutsch und Englisch
Historische Stereofotos gewähren einzigartige Einblicke in die Vergangenheit. Eine ganz besondere Faszination haben Stereofotos von Zeppelin-Luftschiffen. Durch die Dreidimensionalität der Bilder erschließt sich die Größe und Schönheit dieser Giganten der Lüfte ganz neu. Das Buch zeigt die Pionierzeit der Zeppelin-Luftschiffe und die Jahre des Ersten Weltkriegs, in denen Starrluftschiffe militärisch eingesetzt wurden.
Preis: 19,90 EUR
Andreas Feininger - Ein Fotografenleben
Andreas Feininger (1906–1999) hat sich ein Leben lang mit den künstlerischen und technischen Möglichkeiten und Grenzen der Fotografie auseinandergesetzt.
Technisch war er der Experte unter den Experten. Künstlerisch ist sein Werk in seiner schwarzweißen Geradlinigkeit und Schlichtheit weltbedeutend geworden und in die Annalen der Fotogeschichte eingegangen.
Die Biografie beschreibt sein Leben hinter und auch neben der Kamera. Von der Kindheit als ältester Sohn des Malers Lyonel Feininger über seine Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau bis zu den Jahren der Emigration in Paris, Stockholm und in den USA, wo er als Bildreporter und Fotograf arbeitete. Zwanzig Jahre lang fotografierte Andreas Feininger für das LIFE Magazin und veröffentlichte zahllose Lehrbücher und Bildbände – die Fotografie war sein Leben.
Hrsg. Thomas Buchsteiner, Ursula Zeller, Text von Thomas Buchsteiner
Preis 29,80 EUR
Barbara Waibel: LZ 129 Hindenburg Luxusliner der Lüfte
Die Geschichte des bekannten Zeppelins von den ersten Plänen und Entwürfen bis zum tragischen Ende in Lakehurst. Kenntnisreich beschrieben von Barbara Waibel, Leiterin des Archivs der Luftschiffbau Zeppelin GmbH.
Preis 19,90 EUR
Sabine Ochaba: Hugos Arktisfahrt - Ein Eisbär entdeckt den Zeppelin
Wieso möchte ein Eisbärjunge seine kalte Heimat verlassen? Wie gelangte er in den Zeppelin und was hatte das Luftschiff am Nordpol zu suchen? Wie kam der Eisbär zum Namen Hugo und was haben die Berliner Tierfänger mit ihm vor? Welche Rolle spielt der Schiffsjunge Ernstle in der ganzen Geschichte?
Kurzum: Das Buch erzählt von den Abenteuern des Eisbärjungen Hugo, von Freundschaft und von der Arktisfahrt des Luftschiffs LZ 127 Graf Zeppelin.
Empfohlen für Kinder ab 5 Jahren.
Preis 14,90 EUR
„Kleines ganz groß“, Klasse 4 bis 7: Dauer 60 Minuten mit praktischem Teil
„Ein Fotograf in den USA“, ab Klasse 8: Dauer 60 Minuten
Landschaften, Stadtansichten, Menschen und Detailaufnahmen aus der Natur sind die Motive, die Andreas Feininger (1906-1999) für seine Fotografien auswählte. Der am Bauhaus ausgebildete Architekt kam zur Fotografie, weil er unzufrieden mit den Architekturfotografien der Zeit war. 1939 in die USA übergesiedelt, fand er seine Motive dort und widmete sich den Schwerpunkten Licht, Schatten, Struktur, Perspektive und Größenverhältnis.
Für Klassen ab Stufe 8 werden die wichtigsten Phasen im bewegten Leben von Feininger in Beziehung zu seinen Motiven und Bildauffassung gesetzt. Mit seinen eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotos zeigt Feininger eine Sicht der Wirklichkeit schwerpunktmäßig der 1940er bis 1960er Jahre. Viele Fotos erscheinen heute noch wie Ikonen des Lebens in den USA und haben Vorstellungen vom American way of life mit geprägt.
Die 4. bis 7. Klassen konzentrieren sich auf die Fotografien, die Strukturen im Mikrokosmos der Natur zeigen. Ein Stück Schilfrohr oder eine Muschel stark vergrößert fotografiert machen ganz neue Sichtweisen und Gedanken möglich. Im zweiten Schritt stehen eigene Untersuchungen im Vordergrund. Mit einer Lupe betrachten die Schülerinnen und Schüler dann selbst Gegenstände aus unserer Materialsammlung und skizzieren ihre Entdeckungen mit Bleistift oder Buntstift.
Für Friedrichshafener Schulklassen übernimmt die Stadt Friedrichshafen die Kosten für Eintritt und Führung.
Terminvereinbarungen für Schulklassenführungen über Frau Knapp.
Ihre Ansprechpartnerin:
Gudrun Knapp
Führungsorganisation
knapp(at)zeppelin-museum.de
Tel.: +49 (0) 7541 3801-25
Fax: +49 (0) 7541 3801-88
Das Zeppelin Museum bereitet derzeit unter dem Titel „Wasser Straße Schiene Luft“ eine Ausstellung zum Thema Mobilität und Verkehrsgeschichte vor, die nächstes Jahr anlässlich des Stadtjubiläums „200 Jahre Friedrichshafen“ gezeigt wird. Das Thema für die Ausstellung ergab sich fast von selbst, denn in Friedrichshafen sind nicht nur alle Verkehrsmittel - Schiff, Eisenbahn, Automobil, Flugzeug und Zeppelin - historisch und gegenwärtig anzutreffen, von hier gingen auch bedeutende Impulse für die Entwicklung der weltweiten Mobilität aus. 1900 stieg das erste Luftschiff LZ 1 über dem Bodensee auf, 1912 gründete Theodor Kober die Flugzeugbau Friedrichshafen GmbH, ab 1915 baute Claude Dornier hier seine Riesenflugboote, 1919 gab es einen fahrplanmäßigen Luftschiffverkehr von Friedrichshafen nach Berlin und ab 1931 sogar die erste interkontinentale Luftverkehrslinie mit Passagieren, Post und Fracht nach Südamerika.
Die Ausstellung wird natürlich all das und noch viel mehr zeigen, vor allem für Kinder wird es eine Menge Experimente und Versuchsstationen geben. Es sollen aber auch Mobilitätserfahrungen und Geschichten von Friedrichshafenern mit in die Ausstellung einfließen.
Wir suchen daher Fotos, die vom mobilen Alltag in der Region Friedrichshafen von 1900 bis in die 50er/60er Jahre erzählen. Wie kam man täglich zur Arbeit oder zur Schule? Zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Motorrad oder mit Bus und Bahn? Hat jemand vielleicht noch alte Fahrscheine der Teuringer-Talbahn, Bodensee-Gürtelbahn, Südbahn? Wann wurde das erste eigene Auto angeschafft? Dieser große Moment muss doch seinen Platz im Familienalbum gefunden haben! Wer hat Bilder, die den Bau von Straßen, Gleisanlagen, Tunneln, Brücken usw. zeigen? Oder den Trajekt-Verkehr nach Romanshorn? Natürlich interessieren uns auch Fotos von Urlaub und Freizeit zum Beispiel in den 50er Jahren mit der BMW-Isetta, dem Fiat 500 oder dem VW-Käfer, oder vom Sonntagsausflug mit der „Weißen Flotte“.
Wenn Sie ihre Geschichten und Erinnerungen mit uns teilen und uns ihr Familienalbum öffnen wollen, dann rufen Sie uns bitte an oder schreiben Sie eine Email.
Ihre Ansprechpartnerin
Sabine Mücke M.A.
Tel.: +49 (0) 7541 3801-29
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
Zeppelinhalle zu vermieten
Diese multifunktionale Fläche von 400 m2 bietet Platz für bis zu 100 Personen.
Ihre Ansprechpartnerin:
Linde Schupp
Leitung Abteilung kaufmännische Verwaltung
Tel.: +49 (0) 7541 3801-29
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
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