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NEWSLETTER OKTOBER 2010

1.    Sensationsfund von "Hindenburg"-Wrackteilen

2.    Ausstellungen

3.    Donnerstagabend im Zeppelin Museum

4.    Foto-Workshop

5.    Öffentliche Führung für Einzelbesucher

6.    Informationen

  

 

1. SENSATIONSFUND VON “HINDENBURG“-WRACKTEILEN 

Das Zeppelin Museum Friedrichshafen zeigt ein unbekanntes und das

bislang größte Wrackteil der legendären "Hindenburg"
bis 12. Oktober 2010

 

Das Zeppelin Museum Friedrichshafen hat Wrackteile geschenkt bekommen. Gemeinsam mit Barbara Waibel, der Leiterin des Archivs der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, konnte Jürgen Bleibler, Kurator im Zeppelin Museum Friedrichshafen, ein Teil als ein Stück der "Hindenburg" identifizieren und genau zuordnen: Es handelt sich um den mittleren Ruderlagerarm aus der Kielflosse und den bislang größten gefundenen Überrest der "Hindenburg". Bislang besaß das Zeppelin Museum Friedrichshafen nur eine Sitzbank und winzige verkohlte Überbleibsel des bis heute größten Passagierluftschiffes der Welt, das in nur 32 Sekunden vor den Augen der Weltöffentlichkeit verbrannte.

 

Außerdem erhielt das Museum einen Knotenpunkt von R 100, dem erfolgreichsten britischen Passagierluftschiff, sowie zwei Teile der ZRS 4 Akron oder ZRS 5 Macon - Starrluftschiffe, die in den 30ern in den USA als fliegende Flugzeugträger für die Navy gebaut worden sind. Über die Zugehörigkeit des fünften Fundstücks - eine Leiter aus Aluminium - rätseln Barbara Waibel und Jürgen Bleibler bislang noch.

 

Gefunden wurden die Luftfahrtreliquien bei Aufräumarbeiten in Akron, Ohio. Dort arbeitet die US-amerikanische Flugzeugfirma Lockheed Martin, deren Mitarbeiter Fotos der Funde machten und weltweit an Luftfahrtmuseen verschickten, um die Relikte identifizieren zu können. Ein Drittel der Fundstücke kam ins "Smithsonian National Air and Space Museum" in Washington und ein Drittel ist in Akron geblieben, wo es ebenfalls ein Luftschiffmuseum gibt. Ein weiteres Drittel wurde im September nach Friedrichshafen transportiert, darunter das einzige Fragment der "Hindenburg".

 

Zukünftig sollen diese sensationellen Neuzugänge dauerhaft präsentiert werden. Zunächst feiern sie ihre Premiere bis zum 12. Oktober 2010 im Grenz-Raum des Zeppelin Museums Friedrichshafen - täglich von 9 bis 17 Uhr.

 

Der Eintritt ist frei.

 

Ihr Ansprechpartner:

Jürgen Bleibler

Leiter der Zeppelinabteilung

bleibler(at)zeppelin-museum.de

Tel.: +49 (0) 7541 3801-23

Fax: +49 (0) 7541 3801-81

  

 

2. AUSSTELLUNGEN

 

„Andreas Feininger - That’s Photography“

Andreas Feininger, den das Zeppelin Museum mit einer Einzelausstellung präsentiert, ist bekannt für tiefsinnige und ausgefeilte fotografische Kompositionen, wie sie in seinem „Selbstportrait“ (1946) exemplarisch zu Tage treten. Feininger wurde am Bauhaus in Dessau zum Architekten ausgebildet und arbeitete schon sehr früh mit Größen wie Le Corbusier und Kurt Elster zusammen. Nachdem er 1933 über Stockholm in die USA emigriert war, fand er in New York, wo er ab 1939 lebte, sehr schnell eine feste Anstellung beim renommierten LIFE Magazin. Seit dieser Zeit entstanden seine weltbekannten Stadtansichten und Portraits, die zusammen mit seinen experimentellen Arbeiten und den Landschaftsaufnahmen in der Ausstellung gezeigt werden.

 

Zur Fotografie kam Feininger durch die bittere Erkenntnis, dass kaum ein Fotograf das Wesen von Bauten sensibel genug begreifen konnte, um ihn als ausführenden Architekten zufrieden zu stellen. Er versuchte es deshalb fortan selbst und nahm seine bekanntesten Fotos unter Verwendung zumeist selbst gebauter Kameras mit Teleobjektiven von sehr langer Brennweite auf. Diese selbstentwickelten Verfahren erlaubten ihm, seine Motive aus großem Abstand zu fotografieren und somit die tatsächlichen Größenverhältnisse der Motive besser zu erfassen.

 

Dass das Werk von Andreas Feininger nichts an Aktualität und Wirkung auf junge Lichtbildner verloren hat, zeigen die Fotostudentinnen und -studenten von Elke Sckell (Bernd-Blindow-Schule, Friedrichshafen), die in der Ausstellung mit den Fotos und Themen Feiningers eigene Projekte entwickeln und ausstellen werden.

Die Ausstellung „Andreas Feininger – That’s Photography“ präsentiert nicht nur das herausragende Werk eines der wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts, sondern veranschaulicht darüber hinaus, dass die oftmals getrennt voneinander betrachteten Aspekte von Technik und Kunst in seinem Werk auf beispiellose Art und Weise miteinander verbunden sind.

Dauer der Ausstellung: bis 9. Januar 2011


Ihr Ansprechpartner:

Frank-Thorsten Moll M.A.

Leitung Abteilung Kunst

moll(at)zeppelin-museum.de

Tel.: +49 (0) 7541 3801-20

Fax: +49 (0) 7541 3801-81

 

 

„Come as You Are – Der abwesende Körper in der Kunst“

 

Die Ausstellung „Come as You Are – Der abwesende Körper in der Kunst“ bildet den Auftakt einer neuen Ausstellungsserie des Zeppelin Museums, die unabhängige Ausstellungsmacher einlädt, entweder eine bestehende Ausstellung in die ständige Museumssammlung zu integrieren, oder vor dem Hintergrund eines Themas mit unserer Sammlung zu arbeiten.

 

Der Kunstraum: Morgenstrasse aus Karlsruhe zeigt seit dem 5. August seine Ausstellung „Come as You Are“ im Graphikraum des Zeppelin Museums. Die Kuratoren Martin Heus und Jacob Birken gingen anlässlich der aktuellen Präsentation des legendären Grabtuches von Turin der Frage nach, was wir eigentlich sehen, wenn wir dieses Tuch erblicken. Eine Frage, über die Experten seit Jahrzehnten erbitterte Debatten führen - eine Einigung ist nicht in Sicht. Darum sollte es im Grunde um die fundamentale Frage gehen, ob Bilder überhaupt in der Lage sind, die Lücke zu schließen, die der Verlust des Körpers in das Leben geschlagen hat.

 

In dieser Ausstellung bieten neben der Fotografie auch Malerei, Video- und Performancekunst genug Anlass, um der Frage nach der Abbildbarkeit von Körpern nachzugehen.

 

Gezeigt werden Werke von Bruce Nauman, Via Lewandowsky, Jim Campbell, Axel Philipp, Jeffrey Vallance und Tobias Trutwin. Ergänzt werden diese Werke durch Sammlungsbestände, allen voran bisher ungezeigte Druckgraphiken von Otto Dix.

 

Dauer der Ausstellung: bis 28. November 2010

 

Ihr Ansprechpartner:

Frank-Thorsten Moll M.A.

Leitung Abteilung Kunst

moll(at)zeppelin-museum.de

Tel.: +49 (0) 7541 3801-20

Fax: +49 (0) 7541 3801-81

 

 

Ausstellung im Grenz-Raum:

Eröffnung am 28. Oktober, 19 Uhr
„Das Double der Ursache“

mit Zeichnungen von Sandra Boeschenstein, Stipendiatin der ZF Kunststiftung

Sandra Boeschenstein hat als 25. Stipendiatin der ZF Kunststiftung sechs Monate im ZF-Turmatelier in Friedrichshafen gelebt und gearbeitet. Unter dem Titel „Das Double der Ursache“ stellt die Künstlerin ihre Zeichnungen im Grenzraum des Zeppelin Museums Friedrichshafen aus. Wesentlicher Bestandteil dieser Ausstellung wird eine temporäre Wandzeichnung sein.

 

Alltägliche Erfahrungen bilden den Ausgangspunkt der Zeichnungen von Sandra Boeschenstein. Die Zürcher Künstlerin lässt sich durch Beobachtungen des Vertrauten zu überraschenden Gedanken und Bildern anregen, die sie mit feinen Linien auf das Papier wirft.

 

Die Ausstellung „Das Double der Ursache“ wird am Donnerstag, 28. Oktober 2010, um 19 Uhr eröffnet. Nach der Begrüßung durch Dr. Ursula Zeller, Direktorin des Zeppelin Museums Friedrichshafen und Regina Michel, Geschäftsführerin der ZF Kunststiftung, führt Dr. Magdalena Holzhey, Kuratorin der Kunsthalle Düsseldorf, in die Arbeit von Sandra Boeschenstein ein. Zur Ausstellungseröffnung sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

 

Eine Finissage mit Katalogpräsentation findet am 12.Dezember 2010 um 11 Uhr statt.

 

Ihr Ansprechpartnerin:

Regina Michel

ZF Kunststiftung

regina.michel(at)zf.com

Tel.: +49 (0) 7541 777114

 

3. DONNERSTAGABEND IM ZEPPELIN MUSEUM 

7. Oktober, 19 Uhr

„Come As You Are - Der abwesende Körper in der Kunst“

Kuratorengespräch mit Martin Heus und Jacob Birken. Moderation Maren Waike

 

Die Kuratoren Jacob Birken und Martin Heus vom Kunstraum: Morgenstrasse haben für die Ausstellung „Come As You Are“ in ihr bereits bestehendes Ausstellungskonzept Werke aus der Kunstsammlung des Zeppelin Museums integriert. Unter dem Aspekt „Der abwesende Körper in der Kunst“ sind im Kleinen Wechselausstellungsraum derzeit unter anderem Werke von Bruce Nauman, Via Lewandowsky und Jim Campbell, eine Marienkrönung eines Bodenseekünstlers und Druckgraphiken von Otto Dix versammelt.

 

Was haben sich die Kuratoren der Ausstellung dabei gedacht? Was war ihre Ausgangsfrage, und was interessierte sie besonders an dem eher ungewöhnlichen Zusammenspiel einer Ausstellung aktueller Kunst mit einer über Jahrzehnte gewachsenen Museumssammlung? Diese und weitere Fragen stellt Maren Waike im Rahmen eines Gesprächs mit den Kuratoren Martin Heus und Jacob Birken, bei dem auch die BesucherInnen die Gelegenheit bekommen werden, Fragen vorzubringen und mitzudiskutieren.

 

Ihr Ansprechpartnerin

Maren Waike

Volontärin der Kunstabteilung

waike(at)zeppelin-museum.de

Tel.: +49 (0) 7541 3801-26

 

 

14. Oktober, 19 Uhr

„Andreas Feininger. Ein Fotografenleben. 1906-1999“

Gespräch mit Ursula Zeller und Thomas Buchsteiner über Andreas Feiningers Leben hinter und neben der Kamera
Vorstellung der neuen Biografie

 

Andreas Feininger hat sich ein Leben lang mit den künstlerischen und technischen Möglichkeiten und Grenzen der Fotografie auseinandergesetzt und daraus seine überragende Meisterschaft entwickelt. Technisch war er der Experte unter den Experten. Er ließ sich anregen von der Avantgarde- Fotografie der 1920er- Jahre und den Prinzipien des Bauhauses. Klarheit und Funktionalität bestimmten seine Sicht, perfektes Handwerk seine Arbeitsweise. Künstlerisch ging sein Werk in seiner schwarzweißen Geradlinigkeit und Schlichtheit mit Weltrang in die Annalen der Fotografie ein. Er gilt heute als Wegbereiter, als Lehrmeister der Lichtbildnerei, als Pionier des modernen Bildjournalismus, als Klassiker. Er ist eine Legende der Fotografiegeschichte geworden.

Das Buch beschreibt sein Leben hinter und neben der Kamera - von der Geburt 1906 in Paris als ältester Sohn des bekannten Malers Lyonel Feininger über die Zeit an der legendären Bauhaus- Schule in Weimar und Dessau bis zu den Jahren der Emigration in Paris, Stockholm und den USA, wo er als Bildreporter und Fotograf arbeitete. Für das weltberühmte Magazin LIFE fotografierte er fast zwanzig Jahre lang. Seine Bilder waren so gut, dass sie oft auf Doppelseiten erschienen. Man nannte ihn deshalb in der Redaktion eifersüchtig den ‚Doppelseiten-Feininger‘. Bis zu seinem Tod veröffentlichte er nahezu 60 Bücher, prachtvolle Bildbände oder Lehrbücher über die Technik des Fotografierens, die teils in 14 Sprachen übersetzt wurden und heute internationale Standardwerke der Fotoschule darstellen. Andreas Feininger starb 1999 in New York – sein Leben war die Fotografie.

 

Das Buch „Andreas Feininger. Ein Fotografenleben. 1906 – 1999“ (Herausgeber Thomas Buchsteiner und Ursula Zeller) ist am Abend der Veranstaltung und im Museums-Shop für EUR 29,80 erhältlich.

 

Ihr Ansprechpartner:

Frank-Thorsten Moll M.A.

Leitung Abteilung Kunst

moll(at)zeppelin-museum.de

Tel.: +49 (0) 7541 3801-20

Fax: +49 (0) 7541 3801-81


21. Oktober, 19 Uhr

„Sechs mutige Luftschiffpioniere und eine Katze über dem Atlantik. Die Fahrt der ,Amerika’ 1910 - erzählt mit Dokumenten des Navigators“

Vortrag von Anthony Simon

 

Mit dem Luftschiff über den Atlantik: Zu dieser waghalsigen Fahrt startete Walter Wellman im Oktober 1910. Mit seiner fünfköpfigen Mannschaft wollte er von Atlantic City nach Irland oder Großbritannien fahren. Ein blinder Passagier war ebenfalls an Bord: eine Katze. Die Mannschaft setzte den ersten Funkspruch von einem Luftschiff zu einem Seeschiff ab „Kommt und holt die verdammte Katze“. Nach nahezu 1500 km Fahrt fiel der Motor des Luftschiffes „America“ aus, es trieb über dem offenen Atlantik dahin. In der Nähe der Bermudas wurden die Männer von dem Dampfer „Trent“ gerettet.

 

Es war die bis dahin weiteste Fahrt mit einem Luftschiff. Navigator F. Murray Simon hielt die Ereignisse in seinem Logbuch fest.

 

Anthony Simon, ein Enkel des Navigators, berichtet über die spannende Fahrt und die dramatische Rettung. Er zeigt beeindruckende Bilder und stellt die interessante Persönlichkeit des Walter Wellman vor.

 

Ihr Ansprechpartner:

Jürgen Bleibler

Leiter der Zeppelinabteilung

bleibler(at)zeppelin-museum.de

Tel.: +49 (0) 7541 3801-23

Fax: +49 (0) 7541 3801-81

 

 

4. FOTO-WORKSHOP

 

Mein visuelles Tagebuch: Die Welt der kleinen Dinge

Samstag, 30. Oktober, von 10 - 13 Uhr und
Samstag, 6. November, von 10 - 13 Uhr und 14 - 17 Uhr
Donnerstag, 11. November um 17 Uhr: Präsentation der Ergebnisse

Fünf Tage und fünf Nächte wirst du deine Welt der kleinen Dinge in Bildern festhalten und diese anschließend im Zeppelin Museum präsentieren. Während des ersten Termins arbeitet ihr mit der Fotografin Katja Bode an der spielerischen und experimentellen Umsetzung des Themas. Beim zweiten Treffen werden die Ergebnisse gesichtet und für die Präsentation vorbereitet.

 

Altersgruppe: 13 - 17 Jahre


Bring deine Kamera oder dein Handy mit Fotofunktion sowie etwas zum Schreiben mit!

 

Leitung: Katja Bode, Fotografin und Grafik-Designerin

 

Ihr Ansprechpartner:

Frank-Thorsten Moll M.A.

Leitung Abteilung Kunst

moll(at)zeppelin-museum.de

Tel.: +49 (0) 7541 3801-20

Fax: +49 (0) 7541 3801-81

 

 

5. ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN FÜR EINZELBESUCHER

 

Ab Anfang Mai bis Ende Oktober

Jeweils samstags um 14 Uhr Führung durch die Dauerausstellung „Technik und Kunst“

und

jeweils samstags um 15.30 Uhr Führung durch die Wechselausstellung (während der Laufzeit der Wechselausstellungen)

 

Dauer: 60 Minuten
Treffpunkt: Eingangshalle
Kosten: Eintrittskarte
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Ihre Ansprechpartnerin:
Gudrun Knapp

Führungsorganisation

knapp(at)zeppelin-museum.de
Tel.: +49 (0) 7541 3801-25
Fax: +49 (0) 7541 3801-88

 

 

6. INFORMATIONEN

 

Zeppelinhalle zu vermieten

Diese multifunktionale Fläche von 400 m2 bietet Platz für bis zu 100 Personen.


Ihre Ansprechpartnerin:
Linde Schupp

Kaufmännische Leiterin

Tel.: +49 (0) 7541 3801-30

Fax: +49 (0) 7541 3801-81

schupp(at)zeppelin-museum.de

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