Inhaltsverzeichnis:
2. Donnerstagabend im Zeppelin Museum
3. Internationaler Familientag
5. Öffentliche Führung für Einzelbesucher
Donnerstag, 13. 05. 2010, 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung der ZF Kunststiftung Sinje Dillenkofer
Sinje Dillenkofer, CASES 2009-2010, 14. Mai bis 11. Juli 2010
Für die Serie CASES fotografiert Sinje Dillenkofer die Innenansichten historischer Behältnisse, in denen Tafelsilber und Prunkgefäße aufbewahrt wurden. Sie fragt dabei subtil nach gesellschaftlichen Gepflogenheiten, kulturellen Wertvorstellungen, nach Schönheitsbegriff und Machtverhältnissen vergangener Epochen. Als 24. Stipendiatin der ZF Kunststiftung ist die Fotografin unter anderem in den Archiven der historischen Sammlung der ZF Friedrichshafen AG, des Zeppelin Museums Friedrichshafen und der Hofkammer des Hauses Württemberg fündig geworden.
Der Eintritt ist frei.
Ihre Ansprechpartnerin:
Regina Michel
regina.michel(at)zf.com
Donnerstag, 20. 05. 2010, 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung„Eduard Spelterini – Fotografien des Ballonpioniers“
vom 21. Mai bis 29. August 2010
Eduard Spelterini, geboren 1852 als Eduard Schweizer in Bazenheid/Toggenburg, gehörte in den beiden letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts zu den Pionieren der Ballonfahrt und machte mit spektakulären Aufstiegen in ganz Europa von sich reden. 1898 schrieb Spelterini Luftfahrtgeschichte, als er mit seinem Ballon Wega als Erster die Alpen überquerte. Bis zum Ersten Weltkrieg unternahm er neun weitere Alpenüberquerungen, aber auch Fahrten über der ägyptischen Wüste und in Südafrika.
Auch Graf Zeppelin schätzte Spelterinis außergewöhnliche Fähigkeiten als Ballonfahrer und machte ab 1893 einige Fahrten mit ihm, um Erfahrungen in der Handhabung dieser Luftfahrzeuge zu sammeln. Nach 1900 unterstütze Graf Zeppelin Spelterinis Alpenfahrten durch das Ausleihen von Gasflaschen für den aufwändigen Transport des Traggases zu den Startplätzen.
Seit 1893 begann Spelterini, während seiner Fahrten aus dem Ballonkorb heraus zu fotografieren, um seinem Publikum in Lichtbildervorträgen den Blick auf die Welt mit den Augen des Ballonfahrers zu vermitteln.
Diese Perspektive war damals noch völlig neu, Luftaufnahmen galten als Sensation, und Spelterinis Fotografien trugen dazu bei, den Blick von oben zu etablieren. Der Fotopionier Spelterini erhielt zahlreiche Aufträge für wissenschaftliche und kartografische Zwecke. Seine fototechnisch hochwertigen, präzisen Bilder haben aber nicht nur dokumentarischen Charakter, sie spiegeln eine eigene Ästhetik wider. Als Ballonfahrer hatte Spelterini ein besonderes Gefühl zum Raum entwickelt, der Fotograf Spelterini konnte dieses durch seinen virtuosen Umgang mit Licht und Schatten im Bild festhalten.
Die vom schweizerischen Museum im Bellpark, Kriens konzipierte Ausstellung zeigt Originalabzüge und Neuabzüge von den erhaltenen Glasplatten Spelterinis, sowie Exponate, darunter einen von ihm benutzten Ballonkorb. Das Zeppelin Museum zeigt das Werk Spelterinis erstmals in Deutschland und ergänzt die Ausstellung mit Dokumenten zu dessen schillernder Persönlichkeit: Über seinen Werdegang ist bis in die 1880er Jahre kaum etwas bekannt, dann inszenierte er sich unter seinem Pseudonym in ganz Europa als Kapitän Spelterini und zog auf dem Höhepunkt der Ballonbegeisterung Tausende von Schaulustigen zu seinen Aufstiegen. Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte er das Ende seiner Ära und starb 1931 verarmt und vergessen in Oberösterreich.
Ihr Ansprechpartner:
Jürgen Bleibler
Leiter Abteilung Zeppelin
Tel.: +49 (0)7541-3801-23
Fax: +49 (0)7541-3801-81
bleibler(at)zeppelin-museum.de
Donnerstag, 06. 05. 2010, 19 Uhr
Die Materialität des Zeppelins –
Grenzgänge zwischen Faszination und Katastrophe
Nachdem das Luftschiff „Hindenburg“ 1937 vom Himmel auf die Erde hinabgestürzt war, sind nur noch verkohlte und geschwärzte Gerüstteile übrig geblieben. Von dem erhabenen Luftschiff, von seinem Glanz und seiner fantastischen Form ließ sich nichts mehr erahnen. Im Anschluss an dieses Unglück wurde die Zeppelin-Luftschifffahrt vorläufig eingestellt. Zeitgenossen haben in Texten immer wieder die beeindruckende Stofflichkeit und die imposante Gestalt des Zeppelins beschrieben. Im Vortrag werden die damaligen Assoziationen zur Materialwertigkeit vorgestellt und anschließend kontrastiert mit Äußerungen zur großen Zeppelin-Katastrophe. Dieser Vergleich ist als kulturwissenschaftlicher Grenzgang zu verstehen, der eine Verknüpfung schafft zwischen den zwei Seiten des technischen Fortschritts. Das Katastrophale wurde nicht zuletzt durch das Unglück in Lakehurst 1937 zum elementaren Bestandteil der Zeppelin-Kultur. Dennoch manifestierte sich die Materialität des Schreckens weniger in den Texten, sondern vor allem in den Medienbildern. Das Katastrophale ging in den visuellen Dokumenten auf und dadurch wurden neue kulturelle Bedeutungen geschaffen. Dieser sinnstiftende Prozess ist mit dem sich zeitgleich mit der Zeppelin-Luftschifffahrt entwickelnden Fotowesen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu erklären. Zeppelin-Moderne und Foto-Moderne sind auf diese Weise gleichsam zu einem kulturellen Ereignis verschmolzen.
Der Eintritt ist frei.
Ihre Ansprechpartnerin:
Saskia Frank
saskia.frank(at)tu-braunschweig.de
Donnerstag, 27. 05. 2010, 19 Uhr
Wer war Eduard Spelterini?
Biografisch-literarische Annäherung an eine schillernde Persönlichkeit der Belle Epoque.
Einführung von Sabine Mücke, Zeppelin Museum.
Über die Jugendjahre Eduard Spelterinis, der 1852 in Bazenheid/Toggenburg, also auf der anderen Seite des Bodensees, gar nicht weit entfernt von Friedrichshafen, als Eduard Schweizer geboren wurde, sind kaum gesicherte Informationen zu erhalten. Der junge Eduard gab sich mit etwa 25 Jahren den Künstlernamen Spelterini – nach der ebenso geheimnisvollen Seiltänzerin Maria Spelterini, die 1876 mit verbundenen Augen die Niagara Fälle auf dem Hochseil überquerte. Er erlernte in Paris das Ballonfahren und inszenierte seine Auftritte dort bald in ganz eigenem Stil. Als Ballonkapitän Spelterini zog er im ausgehenden 19. Jahrhundert durch ganz Europa bis nach Ägypten, lebte in mondänen Hotels und übte offensichtlich besonderen Reiz auf das weibliche Publikum aus; seine Ballone benannte er poetisch nach den Sternen Wega, Stella, Sirius oder nach Musen und Göttern. Nachhaltige Berühmtheit und Anerkennung in der Ballonfahrerszene erlangte er durch die erste Alpenüberquerung 1898.
Die Einführungsveranstaltung zur Ausstellung stellt Eduard Spelterini, sein Leben und Werk nicht nur anhand der bekannten und belegbaren historischen Quellen vor, sondern geht auch der Frage nach „wer war – und vor allem wie wird man Eduard Spelterini“? Es geht also auch um die biografische, mediale und literarische Dimension des Eduard Spelterini.
Der Eintritt ist frei.
Ihre Ansprechpartnerin:
Sabine Mücke
Ausstellungskoordinatorin
Tel.: +49 (0) 7541 3801-29
Fax: +49 (0) 7541 3801-88
Zum Internationalen Familientag am 15. Mai 2010 bieten wir die Familienbox und die Familienkarte zum familienfreundlichen Sonderpreis von 18,00 Euro statt 24,00 Euro an.
Ihre Ansprechpartnerin:
Gudrun Knapp
Führungsorganisation
Tel.: +49 (0) 7541 3801-25
Fax: +49 (0) 7541 3801-88
knapp(at)zeppelin-museum.de
Polvo di alluminio und rosso cinabro
Das Zeppelin Museum zweisprachig erleben - am So. 16. Mai 2010!
An diesem Tag findet weltweit der Internationale Museumstag statt. In diesem Jahr trägt er das Motto „Museen für ein gesellschaftliches Miteinander“. Jeweils um 11 Uhr und um 14 Uhr bietet das Zeppelin Museum kostenlose Familienführungen mit zweisprachigem Ansatz an. Eingeladen sind Familien mit Kindern zwischen 5 und 12 Jahren.
In drei Gruppen mit den Sprachkombinationen Deutsch – Französisch, Deutsch – Türkisch und Deutsch – Italienisch nähern wir uns den Themen Technik und Kunst und lernen die Schätze des Museums kennen. Technische Entwicklungen im Luftschiffbau und künstlerische Leistungen sind ohne Internationalität gar nicht vorstellbar. Der Kontakt zwischen Künstlern und Auftraggebern oder die Bearbeitung technischer Aufgaben machte noch nie an Landes- oder Sprachgrenzen halt. Vom Mittelalter über die Zeppelinzeit bis heute ist der Austausch von Wissen, Kenntnissen und Erfahrungen die Grundlage für die Weiterentwicklung in den Bereichen Technik und Kunst. Die Ergebnisse werden im Zeppelin Museum an ausgewählten Ausstellungsstücken gezeigt. Dabei steht die anschauliche Vermittlung mit Möglichkeiten zum Ausprobieren im Mittelpunkt – so entdecken Kinder und Eltern gemeinsam das Museum.
Ihre Ansprechpartnerin:
Heike Vogel
Museumspädagogik
Tel.: +49 (0) 7541 3801-40
Fax: +49 (0) 7541 3801-88
Von Mai bis Oktober
Jeweils samstags um 14 Uhr Führung durch die Dauerausstellung Technik und Kunst
und
jeweils samstags um 15.30 Uhr Führung durch die Wechselausstellung
Eduard Spelterini – Fotografien eines Ballonpioniers 21. Mai. – 29. August
Dauer: 60 Minuten
Treffpunkt: Eingangshalle
Kosten: Eintrittskarte
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ihre Ansprechpartnerin:
Gudrun Knapp
Führungsorganisation
Tel.: +49 (0) 7541 3801-25
Fax: +49 (0) 7541 3801-88
knapp(at)zeppelin-museum.de
Seit dem 1. April 2010 sind die historischen Filme über die Giganten der Lüfte von den Anfängen bis zum Zeppelin NT in neuer Zusammensetzung, teilweise sogar in 3-D zu sehen. Lassen Sie sich ein auf dieses faszinierende visuelle Erlebnis!
Zeppelinhalle zu vermieten
Diese multifunktionale Fläche von 400 m2 bietet Platz für bis zu 100 Personen.
Ihre Ansprechpartnerin:
Linde Schupp
Kaufmännische Leiterin
Tel.: +49 (0) 7541 3801-30
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
schupp(at)zeppelin-museum.de