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NEUE HEIMAT - ZWISCHEN DEN WELTEN

05. März - 25. April 2010

Mobilität, Migration oder Einwanderung sind zentrale Kräfte gesellschaftlicher Veränderung. Wer auch immer in eine neue Stadt zieht, findet eine vollkommen unbekannte Situation vor. Aus der Sicht der bereits Eingesessenen sind alle Menschen, die von jenseits der Stadt,- Landes- oder Bundesgrenze kommen, die „Anderen“: Fremde, die es zu erforschen, zu verstehen, abzuwehren, zu kontrollieren, zu nutzen oder integrieren gilt.

Tony Cragg, Installationsansicht mit Flotsam
1997 und More & More & More, 1981
© Tony Cragg und ifa | Institut für Auslandsbeziehungen

So entsteht die Erzählung von der Mehrheit und ihren Minderheiten, entstehen Bilder und Vorstellungen, die auch leicht zu Vorurteilen werden können. Unsere Ausstellung fragt nach diesen Bildern von Ein- und Zuwanderung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.

In der neu entstandenen Lebenssituation müssen beide Seiten ihre Identität neu definieren. Wie diese Identitätsfindung verläuft, ist an Künstlern besser als an einer jeden Gesellschaftsgruppe erkennbar, da sie durch ihre innere und äußere Beweglichkeit einen Vorsprung an kulturellem Selbstverständnis haben.

Christine Hill, Volksboutique Official Template, Organizational Venture, 1999
© Christine Hill und ifa | Institut für Auslandsbeziehungen

Bereits die Impulse der frühen Moderne wurden durch Migranten ausgelöst. Die gedanklichen Wirkungen der russischen Avantgarde erreichten West-Europa gerade auch über personale Präsenz: Künstler wie Wassily Kandinsky, Alexei Jawlensky, El Lissitzky trugen revolutionäres Pathos und formale Innovationen in deutsche Künstlergruppen. Deshalb zeigt die Ausstellung Werke von Künstlern, die in Deutschland leben und arbeiten, sowie künstlerische Positionen, die sich explizit mit dem Thema Migration auseinander setzen.

Auch die Geschichte Friedrichshafens wird unter die Lupe genommen. Denn irgendwann ist jeder irgendwo eingewandert. Friedrichshafen ist – wie jede Stadt – von den großen Wanderungsbewegungen betroffen. Schwabenkinder, Gastarbeiter, zugewanderte Ingenieure und Fachkräfte, auch die Asylsuchenden sind Teil der Stadtgeschichte und Stadtidentität. Nicht zuletzt vertreten die Profis des VfB Friedrichshafen Volleyball acht verschiedene Nationalitäten.

Beteiligte Künstler:
Armando, Tony Cragg, Marianne Eigenheer, Ayşe Erkmen, Christine Hill, Magdalena Jetelová, Joseph Kosuth, Migrantas, Timea Anita Oravecz, Nam June Paik, Özlem Sulak, Rikrit Tiravanija

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Ihr Ansprechpartner

 

Frank-Thorsten Moll M.A.
Tel.: ++49  (0)7541 3801-20
Fax: ++49 (0)7541 3801-81
moll(at)zeppelin-museum.de