2. Donnerstagabend im Zeppelin Museum
3. Kurzführungen für Generation 60+
4. Winteraktionen für Familien und Kinder
Johann Heinrich Schönfeld - Welt der Götter, Heiligen und Heldenmythen
bis 7. Februar 2010
2009 jährt sich der Geburtstag Johann Heinrich Schönfelds zum 400. Mal. Schönfeld gilt als der bedeutendste deutsche Maler des 17. Jahrhunderts, der wie keiner seiner Zeitgenossen fähig war, in seinen Gemälden fast irreale, scheinbar jedweder Materialität enthobene Bildwelten zu entwerfen. Grund genug für das Zeppelin Museum Friedrichshafen, den Künstler erstmals nach der Präsentation 1967 in Ulm mit einer Ausstellung zu ehren. Präsentiert wird das umfangreiche und in namhaften europäischen Museen vertretene Werk Schönfelds in einer großen monographischen Ausstellung nach den Themenfeldern Kunstreflexion, Antike, Allegorie, Mythologie und Religion.
Am 23. März 1609 in Biberach geboren, verließ Johann Heinrich Schönfeld nach seiner Lehr- und Gesellenzeit in Memmingen und Stuttgart 1633 Deutschland in Richtung Italien. 18 Jahre arbeitete er in Rom und Neapel, bevor er nach Deutschland zurückkehrte und sich 1651 in Augsburg niederließ. Er lieferte seine Werke nach ganz Europa. Trotz der breiten Wertschätzung, die seine Gemälde schon zu Lebzeiten erfuhren, ließ die kunsthistorische Aufarbeitung des Schaffens von Johann Heinrich Schönfeld lange auf sich warten.
Die Ausstellung des Zeppelin Museums bietet vor dem Hintergrund der immer noch lückenhaften Forschung zu Schönfeld erstmals wieder die Gelegenheit, das Werk dieses Künstlers kennen zu lernen und neu zu entdecken. Parallel findet in der Staatsgalerie Stuttgart eine Ausstellung seiner Zeichnungen und Druckgrafik statt.
Ihre Ansprechpartnerin:
Maren Waike M.A.
Tel.: +49 (0) 7541 3801-26
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
waike(at)zeppelin-museum.de
07.01.2010, 17 Uhr
Kunst aus dem Koffer. Führung für 15- bis 18jährige.
Was hat ein Verkehrsschild mit einem Gemälde von Otto Dix zu tun? Oder: Warum kann man ein Bilderbuch mit einer Altartafel aus dem Mittelalter vergleichen? Die ungewöhnliche Gegenüberstellung von Alltagsgegenständen und Kunstwerken macht es ganz leicht, die Funktion und Aussagen der Kunstwerke herauszufinden. Die Dinge des täglichen Bedarfs wandern in einem Koffer mit durch die Kunstabteilung und sorgen für so manches AHA-Erlebnis und für Diskussionen. Diese Führung macht deutlich: Jeder kann Kunst verstehen, und es macht Spaß.
Der Eintritt ist frei.
Voranmeldung erforderlich bei
Ihrer Ansprechpartnerin:
Gudrun Knapp
Tel.: +49 (0) 7541 3801-25
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
14.01.2010, 19 Uhr
„Kulturelle Globalisierung und die bildende Kunst“
Kuratieren im weltumfassenden Kontext
Aktuell wirft das Schlagwort der Globalisierung seinen langen Schatten auf alle Themen, die uns in den Medien beschäftigen. Klimakatastrophe, Krieg gegen den Terror und Finanzkrise – alles wird kurzum mit Globalisierung abgetan und verunklärt. Was Globalsierung in der Kunst bedeutet, versucht Frank-Thorsten Moll am Wandel der Ausstellungspraxis mit Hilfe anschaulicher Beispiele herauszuarbeiten. Seine These lautet: Die Kunst ist das Trainingslager der Globalsierung, und über das, was wir abstrakt mit dem Begriff Heimat bezeichnen, kann uns die Kunst von jeher am besten Auskunft geben.
Der Eintritt ist frei.
Ihr Ansprechpartner:
Frank-Thorsten Moll
Tel.: +49 (0) 7541 3801-20
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
21.01.2010, 19 Uhr
Der Zeppelin NT – Ein Pilot erzählt…
Der Vortrag handelt vom Wunsch des Zeppelinfliegens: Wie und wann ist man überhaupt dazu gekommen? Wie waren die ersten Schritte in die Luftschifferei, wie verläuft die Ausbildung zum Piloten? Erzählt wird vom typischen Arbeitsablauf, vom Tagesbetrieb, von den Passagierflügen in Friedrichshafen, aber auch von Planung, Logistik, Eigenheiten bei Transferflügen, Außeneinsätzen in Berlin, München, Bad Homburg und Rotterdam und von den Sondereinsätzen z.B.: Osteuropa 2004, Japan, Afrika, bei den Klimaforschern in Jülich, Paris 2004/2005, die Überführungen nach Japan, Afrika und die USA und vieles rund um das spannende Flugerlebnis mit dem Zeppelin NT.
Der Eintritt ist frei.
Ihre Ansprechpartnerin:
Dorit Knorr
Tel.: +49 (0) 7541 5900-547
28.01.2010, 19 Uhr
Krebseuter und Schnepfendreck – Essen und Trinken im Barock
Vortrag und Präsentation des Buches von Michael Barczyk
Seit mehr als 40 Jahren vermittelt die Oberschwäbische Barockstraße die kunsthistorischen Schätze zwischen Donau und Bodensee. Kirchen reihen sich an Klöster, Klöster an Schlösser. Dutzende Monographien über oberschwäbische Kunst und Künstler sind entstanden.
Doch über die Lebens- und Weltsicht des barocken Menschen, vor allem des einfachen Mannes, Genaueres zu erfahren, bleibt ein Desiderat. Über die Ess- und Trinkgewohnheiten in Oberschwaben gibt Michael Barczyk, Stadtarchivar von Bad Waldsee, einen kurzweiligen Überblick, öffnet dadurch auch den Blick auf das Selbstverständnis der ständischen Gesellschaft im 18.Jh.
Sein Bogen reicht vom leibeigenen Bauern über den Bürger bis zum Mönch und Adligen. Was haben diese wann und warum gegessen und getrunken? Warum hat der Klosterjäger der Abtei O. ein Reh in den Klosterweiher geworfen, um es dann als Wassertier wieder heraus zuziehen? Warum wurde kein Most getrunken? War der Bodenseewein so gut wie heute? Warum gab’s keine Kartoffeln, dafür aber Mus, Knöpf’ und Gemüse bis zum Umfallen? Warum aß der „gemeine Mann“ gemeinhin gar kein Fleisch, aber Salvemäuslein, Krebseuter und Schnepfendreck? Fragen über Fragen!
Michael Barczyk hat Bücher zur oberschwäbischen Kulturgeschichte publiziert, darunter „Essen und Trinken im Barock – Oberschwäbische Leibspeisen“ und „Im Spitzbubenland - Oberschwäbische Räuber“; er war maßgeblich an der Herausgabe von „Lust auf Barock“ beteiligt.
Der Eintritt ist frei.
Ihr Ansprechpartner:
Michael Barczyk
Leiter des Stadtarchivs Bad Waldsee
Tel.: +49 (0) 7524 49851
m.barcyk(at)stadtarchiv-bad-waldsee.de
Im Winter werden an jedem zweiten Freitag im Monat 45-minütige Themenführungen angeboten. Wichtige Exponate oder Themenkomplexe im Zeppelin Museum werden in konzentrierter Form vorgestellt. Es stehen Ihnen Klappstühle zur Verfügung, die Sie während der Führung immer dabei haben. Denn im Sitzen ist das Zuhören viel angenehmer! Sie können als Einzelperson oder Kleingruppe an den Führungen teilnehmen.
Die Kosten betragen 2,00 Euro. Der Eintritt von 6,50 Euro kommt noch hinzu.
Freitag 08. Januar 2010
Johann Heinrich Schönfeld
Voranmeldung erforderlich bei
Ihrer Ansprechpartnerin:
Gudrun Knapp
Tel.: +49 (0) 7541 3801-25
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
Weitere Termine finden Sie auf der Web Seite www.zeppelin-museum.de
Im November 2009 startete das Zeppelin Museum mit seinen neuen Winterführungen. Die Programme wechseln sich regelmäßig ab: Angebote für Kinder, Familien, Kunstinteressierte und Technikbegeisterte - es ist für alle etwas dabei.
Erster Samstag im Monat:
Zeppelin zum kennen lernen. Kinderführung für 6- bis 11-Jährige
Zweiter Samstag im Monat:
Wir gehen in die Luft. Familienführung für Eltern mit Kindern ab 5 Jahren
Dritter Samstag im Monat:
Zeppelin Zeppelin. Führung für erwachsene Einzelbesucher in der Zeppelinabteilung
Vierter Samstag im Monat (außer am 26.12.):
Kunstgespräch für erwachsene Einzelbesucher in der Kunstabteilung
Organisation
Treffpunkt: Eingangshalle
Beginn: 14 Uhr
Dauer: 90 Minuten
Kosten: Eintrittskarte + 2,00 Euro Führungsgebühr für Erwachsene / 1,00 Euro Führungsgebühr für Kinder / 2,00 Euro für Familien
Ihre Ansprechpartnerin:
Gudrun Knapp
Tel.: +49 (0) 7541 3801-25
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
Zeppelinhalle zu vermieten
Diese multifunktionale Fläche von 400 m2 bietet Platz für bis zu 100 Personen.
Ihre Ansprechpartnerin:
Linde Schupp
Tel.: +49 (0) 7541 3801-30
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
schupp(at)zeppelin-museum.de