1. Neuer Kunstkurator im Zeppelin Museum
3. Donnerstagabend im Zeppelin Museum
4. Tagesseminar
5. Kurzführungen für Generation 60+
Am 9. Oktober 2009 wählte der Aufsichtsrat der Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH Frank-Thorsten Moll zum neuen Leiter der Kunstabteilung. Die Stelle war seit dem Frühjahr vakant.
Moll ist seit 2006 Kurator der Kestnergesellschaft Hannover und mit monografischen Ausstellungen betraut. Zuvor lehrte er an der HDK Berlin-Weißensee und war Assistent am Haus der Kulturen der Welt in Berlin. In Karlsruhe hat Moll seit 1998 an der Hochschule für Gestaltung Kunstwissenschaft und Medientheorie im Hauptfach sowie Philosophie, Ästhetik und Medienkunst im Nebenfach studiert.
Der neue Kurator wird die Stelle ab Ende des Jahres besetzen.
Auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung stand außerdem die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden und dessen Stellvertreter. Hans-Peter Kaldenbach wurde im Amt bestätigt und Bürgermeister Peter Hauswald zum Stellvertreter ernannt.
Johann Heinrich Schönfeld - Welt der Götter, Heiligen und Heldenmythen
von 16. Oktober 2009 bis 7. Februar 2010
2009 jährt sich der Geburtstag Johann Heinrich Schönfelds zum 400. Mal. Schönfeld gilt als der bedeutendste deutsche Maler des 17. Jahrhunderts, der wie keiner seiner Zeitgenossen fähig war, in seinen Gemälden fast irreale, scheinbar jedweder Materialität enthobene Bildwelten zu entwerfen. Grund genug für das Zeppelin Museum Friedrichshafen, den Künstler erstmals nach der Präsentation 1967 in Ulm in einer Ausstellung zu ehren. Präsentiert wird das umfangreiche und in namhaften europäischen Museen vertretene Werk Schönfelds in einer großen monografischen Ausstellung nach den Themenfeldern Kunstreflexion: Antike, Allegorie, Mythologie und Religion.
Am 23. März 1609 in Biberach geboren, ging Johann Heinrich Schönfeld bei Johann Sichelbein in Memmingen in die Lehre. Nach seiner Gesellenzeit in Stuttgart und Basel verließ er 1633 Deutschland in Richtung Italien. 18 Jahre arbeitete er in Rom und Neapel, bevor er nach Deutschland zurückkehrte und sich 1651 in Augsburg niederließ. Er lieferte seine Werke nach ganz Europa. Wie kein anderer seiner deutschen Zeitgenossen war Schönfeld fähig, rein aus der Farbe heraus zu arbeiten und dabei nord- und südalpine Einflüsse zu einem in der deutschen Kunstgeschichte des 17. Jahrhunderts einzigartigen Oeuvre zu vereinen.
Trotz der breiten Wertschätzung, die seine Gemälde schon zu Lebzeiten erfuhren, ließ die kunsthistorische Aufarbeitung des Schaffens von Johann Heinrich Schönfeld lange auf sich warten. Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen, die spätestens zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ersten Ausstellungen und teilweise umfassenden Monographien geehrt wurden, erreichte Schönfeld diesen Status erst mit der Ulmer Ausstellung und dem kurz darauf erschienenen Werkverzeichnis.
Die 2009 im Zeppelin Museum stattfindende Ausstellung wird vor dem Hintergrund der immer noch lückenhaften Forschung zu Schönfeld erstmals wieder die Gelegenheit bieten, das Werk dieses Künstlers kennen zu lernen und neu entdecken zu können.
Ihre Ansprechpartnerin:
Maren Waike M.A.
Tel.: +49 (0) 7541 3801-26
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
05.11.2009, um 19.00 Uhr
Musikalische Unterhaltung am Spinett (nach 1660)
Einfach mal über Schönfeld reden …: Meisterwerke im Gespräch
Unter dem Motto „Einfach mal über Schönfeld reden“ lädt das Zeppelin Museum alle, die sich für Kunst interessieren, an vier Terminen ein, in lockerer Atmosphäre über jeweils ein besonderes Gemälde in der Schönfeld-Ausstellung zu sprechen. Kunstgeschichtliche (Vor-)Kenntnisse sind nicht erforderlich, wohl aber Freude am Hinschauen, am Beobachten und am Gedankenaustausch.
Der moderierende Kunsthistoriker Dr. Thomas Hirthe sorgt dafür, dass die jeweils rund einstündigen Ausstellungs-Gespräche kein leeres Gerede, sondern ein fruchtbringender Austausch mit Ergebnissen wird. „Einfach mal über Schönfeld reden“ können Kunstinteressierte an folgenden Terminen:
19.11.2009, um 19.00 Uhr
Triumph der Venus (1640/42)
Weitere Termine mit Thomas Hirthe:
03.12.2009, um 19.00 Uhr
Gideon prüft sein Heer (nach 1650)
10.12.2009, um 19.00 Uhr
Schlüsselübergabe an Petrus (nach 1670)
Der Eintritt ist frei.
Ihre Ansprechpartnerin:
Maren Waike M.A.
Tel.: +49 (0) 7541 3801-26
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
Donnerstag, 12.11.2009, um 19.00 Uhr
Vor 100 Jahren: Delag - die erste Luftverkehrsgesellschaft der Welt
Vortrag von Barbara Waibel
Vor 100 Jahren, am 16. November 1909 wurde in Frankfurt am Main die Deutsche Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft (Delag) gegründet. Sie gilt bis heute als die weltweit erste Verkehrsgesellschaft für Passagierluftfahrten. Anlass für die Gründung war, eine Absatzmöglichkeit für die Luftschiffe des Grafen Zeppelin zu schaffen. Alfred Colsman, dem Direktor der Luftschiffbau Zeppelin GmbH in Friedrichshafen, gelang es, mehrere deutsche Städte für die Errichtung von Luftschiffhallen zu gewinnen und so ein Netz von Luftschifflandeplätzen für Passagierfahrten zu errichten.
Barbara Waibel beleuchtet in ihrem Vortrag die Unternehmensgeschichte der Delag von der Gründung im Jahr 1909, den Erfolgen und Misserfolgen in den Anfangsjahren, dem Einstellen der Passagierluftschifffahrt während des Ersten Weltkrieges, den Wiederanfängen 1919 und den wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Weimarer Republik bis hin zu ihrer Auflösung 25 Jahre später.
Der Eintritt ist frei.
Ihre Ansprechpartnerin:
Barbara Waibel
Tel.: +49 (0) 7541 3801-70
Fax: +49 (0) 7541 3801-80
waibel(at)zeppelin-museum.de
Donnerstag, 26.11.2009, um 19 Uhr
Start und Landung in der Luft
Luftschiffe als fliegende Flugzeugträger der amerikanischen Marine
Die beiden in den 1930er Jahre gebauten Starrluftschiffe der Goodyear-Zeppelin Corporation ZRS 4 "Akron" und ZRS 5 "Macon" waren nur wenig kleiner als LZ 129 „Hindenburg“, technisch besonders innovativ und in ihrer Auslegung als fliegende Basis für den Einsatz von Flugzeugen über den Weiten des Atlantik und des Pazifik einzigartig. In den Planspielen der U.S. Navy waren sie von großer Bedeutung. Beabsichtig war, eine Flotte von zehn Luftschiffen dieses Typs aufzubauen.
Der Vortrag beschäftigt sich mit den vielfältigen Überlegungen, die zum Bau dieser ungewöhnlichen und faszinierenden Luftschiffe führten, beschreibt ihre Technik und erzählt die dramatische Geschichte ihrer Erprobung und ihres Scheiterns.
Der Eintritt ist frei.
Ihre Ansprechpartner:
Jürgen Bleibler
Tel.: +49 (0) 7541 3801-23
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
bleibler(at)zeppelin-museum.de
„Man sieht nur, was man weiß…“
Am 07. November stellt Dr. Helga Müller-Schnepper in der Reihe "Man sieht nur, was man weiß ..." diesmal Johann Heinrich Schönfeld und seine Zeit vor.
In einer Kombination von kurzen Vorträgen und Bildbetrachtungen bekommen die Teilnehmer/innen einen Einblick in die komplexen Verknüpfungen von Geschichte, Kunst und Kultur. Kurzweilig und spannend öffnet die Referentin dabei den Blick für die Kostbarkeiten der Ausstellung. Kosten: 47,00 € pro Person 43,00 € für Mitglieder des Freundeskreises zur Förderung des Zeppelin Museums und Mitglieder der Kunststiftung Zeppelin Museum e.V.
In der Gebühr enthalten sind die Vorträge, der Eintritt, die Führungen, die Tagungsgetränke und eine Kollegmappe.
Weitere Informationen erhalten Sie unter der oben genannten Telefonnummer oder direkt bei
Frau Dr. Müller-Schnepper (+49 (0) 711-3161338)
Anmeldung:
Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH
Seestraße 22
88045 Friedrichshafen
Ihre Ansprechpartnerin:
Heike Vogel M.A.
Tel.: +49 (0) 7541-3801-40
Fax: +49 (0) 7541-3801-81
vogel(at)zeppelin-museum.de
Im Winter werden an jedem zweiten Freitag im Monat 45-minütige Themenführungen angeboten. Wichtige Exponate oder Themenkomplexe im Zeppelin Museum werden in konzentrierter Form vorgestellt. Es stehen für Sie Klappstühle zur Verfügung, die Sie während der Führung immer dabei haben. Denn im Sitzen ist das Zuhören viel angenehmer! Sie können als Einzelperson oder Kleingruppe an den Seniorenführungen teilnehmen. Die Kosten für diese Führung betragen 2,00 Euro. Der Eintritt von 6,50 Euro kommt noch hinzu.
Um eine kurze telefonische Anmeldung unter 07541/380125 wird gebeten.
Freitag 13. November 2009
Luxuriös von Kontinent zu Kontinent -Transatlantikreisen der Luftschiffe
Weitere Termine finden Sie auf der Web Seite www.zeppelin-museum.de
Ihre Ansprechpartnerin:
Gudrun Knapp
Tel.: +49 (0) 7541 3801-25
Fax: +49 (0) 7541 3801-88
Zeppelinhalle zu vermieten
Diese multifunktionale Fläche von 400 m2 bietet Platz für bis zu 100 Personen.
Ihre Ansprechpartnerin:
Linde Schupp
Tel.: +49 (0) 7541 3801-30
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
schupp(at)zeppelin-museum.de
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Arts Programm der Zeppelin Universität im November
Diese Veranstaltungen finden in der Zeppelin Universität, Am Seemoser Horn 20, 88045 Friedrichshafen statt:
Christian Boros (Berlin), Curating the Context, 19.11.2009 um 19.00 Uhr
Die „Sammlung Boros“ und ihre Positionierung im Kunstfeld