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NEWSLETTER OKTOBER 2009

Inhaltsverzeichnis

  1. Online Shop
  2. Ausstellungen
  3. Donnerstagabend im Zeppelin Museum
  4. Tagesseminar
  5. Kurzführungen für Generation 60+
  6. Informationen
  7. Arts Programm der Zeppelin Universität im Oktober

 

 
1. ONLINE SHOP                          

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2. AUSSTELLUNGEN                 

 

Donnerstag, 15. Oktober, 20 Uhr, Eröffnung der Wechselausstellung

Johann Heinrich Schönfeld: Welt der Götter, Heiligen und Heldenmythen
vom 16. Oktober 2009 bis 7. Februar 2010

2009 jährt sich der Geburtstag Johann Heinrich Schönfelds zum 400. Mal. Schönfeld gilt als der bedeutendste deutsche Maler des 17. Jahrhunderts, der wie keiner seiner Zeitgenossen fähig war, in seinen Gemälden fast irreale, scheinbar jedweder Materialität enthobene Bildwelten zu entwerfen. Grund genug für das Zeppelin Museum Friedrichshafen, den Künstler erstmals nach der Präsentation 1967 in Ulm in einer Ausstellung zu ehren. Präsentiert wird das umfangreiche und in namhaften europäischen Museen vertretene Werk Schönfelds in einer großen monografischen Ausstellung nach den Themenfeldern Kunstreflexion: Antike, Allegorie, Mythologie und Religion.

Am 23. März 1609 in Biberach geboren, ging Johann Heinrich Schönfeld bei Johann Sichelbein in Memmingen in die Lehre. Nach seiner Gesellenzeit in Stuttgart und Basel verließ er 1633 Deutschland in Richtung Italien. 18 Jahre arbeitete er in Rom und Neapel, bevor er nach Deutschland zurückkehrte und sich 1651 in Augsburg niederließ. Er lieferte seine Werke nach ganz Europa. Wie kein anderer seiner deutschen Zeitgenossen war Schönfeld fähig, rein aus der Farbe heraus zu arbeiten und dabei nord- und südalpine Einflüsse zu einem in der deutschen Kunstgeschichte des 17. Jahrhunderts einzigartigen Oeuvre zu vereinen.

Trotz der breiten Wertschätzung, die seine Gemälde schon zu Lebzeiten erfuhren, ließ die kunsthistorische Aufarbeitung des Schaffens von Johann Heinrich Schönfeld lange auf sich warten. Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen, die spätestens zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ersten Ausstellungen und teilweise umfassenden Monographien geehrt wurden, erreichte Schönfeld diesen Status erst mit der Ulmer Ausstellung und dem kurz darauf erschienenen Werkverzeichnis.

Die 2009 im Zeppelin Museum stattfindende Ausstellung wird vor dem Hintergrund der immer noch lückenhaften Forschung zu Schönfeld erstmals wieder die Gelegenheit bieten, das Werk dieses Künstlers kennen zu lernen und neu entdecken zu können.

Ihre Ansprechpartnerin:
Maren Waike M.A.
Tel.: +49 (0) 7541 3801-26
Fax: +49 (0) 7541 3801-81
waike(at)zeppelin-museum.de

 

Donnerstag, 22. Oktober, 20 Uhr, Eröffnung der Ausstellung

Katja Brinkmann: refresch

Katja Brinkmann hat als 23. Stipendiatin der ZF Kunststiftung sechs Monate im ZF-Turmatelier in Friedrichshafen gelebt und gearbeitet. Unter dem Titel refresh zeigt die ZF Kunststiftung vom 23. Oktober bis 13. Dezember 2009 Arbeiten der Künstlerin im Grenz-Raum des Zeppelin Museums Friedrichshafen.

Katja Brinkmann untersucht in ihren ungegenständlichen Arbeiten, in den großformatigen Gemälden genauso wie in den raumbezogenen Wand- oder Teppichbildern, grundlegende Aspekte der Malerei wie die Wirkung von Farbe und Form, Fläche und Raum, Abstraktion und Gegenständlichkeit. Die Bildaussagen bleiben aber immer ambivalent und spielen mit einer kalkulierten Irritation, die die Wahr-nehmung des Betrachters permanent neu herausfordert. „Das Wandgemälde, das Katja Brinkmann in der Gasag realisiert hat, ist eine abstrakte, raumbezogene Komposition, die sich ausschließlich auf die Wirkung und Wahrnehmung von Farbe und Form bezieht. Auf den Eindruck der Formen und der in ihnen schlummernden Bewegung, auf die Farben in ihrer Wirkung an sich und zueinander, auf Farb-temperaturen und Farbräume. … Nichts ist hier, wie es scheint, der Kreis kein Kreis, die Tiefe keine Tiefe, der Ausschnitt kein Ausschnitt. Kein Abbild also, sondern lediglich gekonnter Verweis darauf, welche Wirkung Form und Farbe entfalten können“, beschreibt Svenja Moor 2006 den beispielhaften Umgang mit dem Raum anhand der Wandarbeit im Verwaltungsgebäude der Gasag in Berlin aus dem Jahr 2004.

Katja Brinkmann bedient sich dabei auf den ersten Blick eines vertrauten Vokabulars. Oder wie dies Susanne Jakob bereits 2002 formuliert hat: „Die Malerin, die innerhalb des zeitgenössischen Diskurses arbeitet, verfügt frei über Techniken und Stile, so dass einige der Bilder im ersten Moment den Bonus der Vertrautheit besitzen, im nächsten Moment aber wieder irritierend andersartig und neu erscheinen. Die Aneignung unterschiedlicher Malstile und abstrakter Bildsprachen, die beispielsweise von konkret bis informell reichen können, bedeuten für Katja Brinkmann noch lange keine Verknüpfung mit deren Inhalten. Vielmehr werden diese … zu einem neuen Bild synthetisiert.“

Die 1964 in Bünde in Westfalen geborene Künstlerin hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert. Sie hat 2000 ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg erhalten, war 2003 als Stipendiatin des Landes Baden-Württemberg in Budapest und hat im 1. Halbjahr 2009 als Stipendiatin der ZF Kunststiftung in Friedrichshafen gelebt und gearbeitet.

Die Ausstellung refresh der ZF Kunststiftung im Zeppelin Museum Friedrichshafen wird am Donnerstag, 22. Oktober 2009, um 20 Uhr eröffnet. Der Katalog zur Ausstellung kostet 19,00 Euro und ist im Shop des Zeppelin Museum Friedrichshafen www.zeppelin-museum-shop.com oder direkt bei der ZF Kunststiftung www.zf.com/kunststiftung erhältlich.

Weitere Informationen: www.katjabrinkmann.de

 

Ihre Ansprechpartnerin:
Regina Michel

Kunststiftung der ZF Friedrichshafen AG
Tel.:  +49 (0) 7541 77-7114
Fax:  +49 (0) 7541 77-907114
kunststiftung(at)zf.com

 

 
Bis Sonntag, 18. Oktober:
Ausstellung „Broken Line“
Fotografien von Olaf Otto Becker

Die "Faszination Licht" ist das eigentliche Motiv für die Arbeit des Fotokünstlers Olaf Otto Becker. Auf der Suche danach begibt er sich auf Reisen in die entferntesten Regionen der Erde. Vor allem Island und Grönland haben es dem heute in München lebenden Künstler angetan. Im hohen Norden findet er das ungewöhnliche Licht und Urlandschaften, die aufgrund ihrer lebensfeindlichen Struktur subjektive Grenzerfahrungen und eine Schärfung der Wahrnehmung bewirken.

Die Fotografien der Serie "Broken Line" sind das Ergebnis von drei Expeditionen, die Becker von 2003 bis 2006 in einem Zodiac-Schlauchboot entlang der Westküste Grönlands unternahm. Langsam bewegte sich der Künstler allein in einer nahezu menschenleeren Gegend über insgesamt 4.000 Kilometer durch das Treibeis. Dabei entstanden Bilder, fast ausschließlich Nachtaufnahmen, die umhertreibende Eisberge und Gletschermassen in diffusen Lichtverhältnissen dokumentieren. Kontrastiert werden die Naturansichten von Aufnahmen der Inuit-Behausungen, die von aufwendigen Überlebensstrategien inmitten lebensfeindlicher Landschaft zeugen.

Jede Fotografie betitelte Becker präzise mit Datum und der per GPS (Global Positioning System) ermittelten Ortsangabe. Das Dokumentarische ist bewusst Teil seiner Arbeit. Der kritische Blick auf soziokulturelle Fragen, wie die der globalen Erderwärmung, sind mit enthalten. Und doch lassen die faszinierenden Bilder voll erhabener Schönheit keinen Zweifel daran, dass das Künstlerische für Olaf Otto Becker im Vordergrund steht.

Das Zeppelin Museum Friedrichshafen zeigt "Broken Line" als zweite Ausstellung zum aktuellen Sommerthema "Arktis".

Ihre Ansprechpartnerin:
Sabine Mücke M.A.
Tel.: +49 (0) 7541 3801-29
Fax: +49 (0) 7541 3801-80
muecke(at)zeppelin-museum.de

 

 

 

3. DONNERSTAGABEND IM ZEPPELIN MUSEUM           

 

Donnerstag, 1. Oktober, 19 Uhr

Kurator Christoph Schaden im Gespräch mit Olaf Otto Becker

Von 2003 bis 2006 erkundete Olaf Otto Becker die Westküste Grönlands auf einer Gesamtstrecke von fast 4.000 Kilometer. Angelehnt an fotografische Expeditionen des 19. und 20. Jahrhunderts, hielt er die arktisch geprägten Landschaftsszenerien mit einer 8 x 10 inch Großformatkamera fest. In selbst gewählter Einsamkeit gelang es dem Fotografen, mit einem Schlauchboot fast bis zum 75. Nördlichen Breitengrad in der Melvillebucht vorzudringen. In dem Künstlergespräch wird Olaf Otto Becker einen Erfahrungsbericht seiner abenteuerlichen Reisen geben und auch auf bildästhetische Fragen eingehen, die mit einer Reise entlang der broken line verbunden sind.

Der Eintritt ist frei.

 

Ihre Ansprechpartnerin:

Sabine Mücke M.A.

Tel.: +49 (0) 7541 3801-29

Fax: +49 (0) 7541 3801-80

muecke(at)zeppelin-museum.de

 


Donnerstag, 8.
Oktober, um 19 Uhr

Filmvorführung „Weltfahrt des Luftschiffs LZ 127 Graf Zeppelin“

Die berühmte Weltfahrt des Luftschiffes LZ 127 Graf Zeppelin jährte sich in diesem Sommer zum 80. Mal.

Was damals geschah: Finanziert vom amerikanischen Medienmogul William Randolph Hearst fuhr der Zeppelin mit Hugo Eckener als Luftschiffkapitän von Lakehurst über Friedrichshafen nach Tokio, Los Angeles und über New York wieder zurück nach Lakehurst und Friedrichshafen. Auf Wunsch Hearsts sollte die offizielle Weltfahrt an der Freiheitsstatue beginnen und enden.

Seit dieser Fahrt, auf der LZ 127 fast 36.000 Kilometer zurücklegte, sind die Zeppeline weltberühmt und ihre Fahrten noch immer im kollektiven Gedächtnis verankert. Um die Erinnerung lebendig zu halten, zeigt das Zeppelin Museum im Rahmen der Donnerstagsreihe den Film "Weltfahrt des LZ 127 Graf Zeppelin", der mit beeindruckenden Bildern aus dem Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH die 35-tägige Reise dokumentiert.
Der Eintritt ist frei.

Ihre Ansprechpartnerin:

Nina Nustede

Tel.: +49 (0) 7541 3801-71

Fax: +49 (0) 7541 3801-80

nustede(at)zeppelin-museum.de

 


Donnerstag  29.
Oktober, um 19 Uhr

"Ein Schlaraffenleben?" Deutsche in Italien und Italiener in Deutschland - Reiseberichte des 16. bis 18. Jahrhunderts

Vorträge von Michael Brunner, Kulturreferent der Stadt Überlingen, und Giovanni D’Amicodatri, Italienischer Kulturverein e.V. Friedrichshafen

Der Kunsthistoriker Dr. Michael Brunner leitet seit sechs Jahren die Museen und das Kulturamt der Stadt Überlingen. Zwischen 1990 und 2001 hatte er zahlreiche lange Forschungsaufenthalte in Italien, zum Teil als Stipendiat der deutschen Kulturinstitute von Florenz und Venedig. Sein Vortrag stellt in populärer Form eine bunt gemischte Auswahl von Reiseberichten und Reiseerfahrungen vor. Viele Bildbeispiele veranschaulichen vor allem künstlerische Erfahrungen und unterschiedliche Lebenswirklichkeiten aus drei Jahrhunderten. Dabei geht es nicht nur um die legendäre Italiensehnsucht der Deutschen und die Geschichte des Reisens und der "typisch deutschen" Reiselust. Unterschiedlichste Formen des Reisens werden geschildert: von den Pilgerreisen und den frühen künstlerischen Studienreisen bis hin zu den "Kavalierstouren" und Kuriositäten wie etwa einer Frühform von Industriespionage.

Der Eintritt ist frei.

 

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Michael Brunner

Kulturreferent der Stadt Überlingen

Steinhausgasse 1

D-88662 Überlingen

Tel.: +49-(0)7551-991070

Fax: +49-(0)7551-991077

m.brunner(at)ueberlingen.de

www.ueberlingen.de

  

 

 

4. TAGESSEMINAR:               

 

„Man sieht nur, was man weiss…“

Am 07. November stellt Dr. Helga Müller-Schnepper in der Reihe "Man sieht nur, was man weiß ..." diesmal Johann Heinrich Schönfeld und seine Zeit vor.
In einer Kombination wird von kurzen Vorträgen und Bildbetrachtungen bekommen die Teilnehmer/innen einen Einblick in die komplexen Verknüpfungen von Geschichte, Kunst und Kultur. Kurzweilig und spannend öffnet die Referentin dabei den Blick für die Kostbarkeiten der Ausstellung.

 

Kosten:

47,00 € pro Person

43,00 € für Mitglieder des Freundeskreises zur Förderung des Zeppelin Museums und Mitglieder der Kunststiftung Zeppelin Museum e.V.

In der Gebühr enthalten sind die Vorträge, der Eintritt, die Führungen, die Tagungsgetränke und eine Kollegmappe.

 

 

Ihre Ansprechpartnerin:
Heike Vogel M.A.
Tel.: +49 (0) 07541-3801-40
Fax: +49 (0) 07541-3801-81
vogel(@)zeppelin-museum.de

Weitere Informationen erhalten Sie unter der oben genannten Telefonnummer oder direkt bei

Frau Dr. Müller-Schnepper (0711/3161338)

 

 

 

5. KURZFÜHRUNGEN FÜR GENERATION 60+ 
                 

Im Winter werden an jedem zweiten Freitag im Monat 45-minütige Themenführung angeboten. Wichtige Exponate oder Themenkomplexe im Zeppelin Museum werden in konzentrierter Form vorgestellt. Es stehen für Sie Klappstühle zur Verfügung, die Sie während der Führung immer dabei haben, denn im Sitzen ist das Zuhören viel angenehmer! Sie können als Einzelperson oder Kleingruppe an den Seniorenführungen teilnehmen. Die Kosten für diese Führung betragen zwei Euro. Der Eintritt von 6,50 Euro kommt noch hinzu.

Um eine kurze telefonische Anmeldung wird gebeten.

Freitag 9. Oktober 2009
Otto Dix - Ein Maler im 'Exil' am Bodensee

Freitag 13. November 2009
Luxuriös von Kontinent zu Kontinent -Transatlantikreisen der Luftschiffe

Weitere Termine finden Sie auf der Web Seite www.zeppelin-museum.de 

 

Ihre Ansprechpartnerin

Gudrun Knapp

Tel.:  +49 (0) 7541 3801-25
Fax:  +49 (0) 7541 3801-88

knapp(at)zeppelin-museum.de

 

 

 

6. INFORMATIONEN               

Zeppelinhalle zu vermieten

Diese multifunktionale Fläche von 400 m2 bietet Platz für bis zu 100 Personen.

 

Ihre Ansprechpartnerin:
Linde Schupp

Tel.:  +49 (0) 7541 3801-30

Fax:  +49 (0) 7541 3801-81
schupp(at)zeppelin-museum.de

 

 

 

7. ARTS PROGRAMM DER ZEPPELIN UNIVERSITÄT IM OKTOBER                      


Diese Veranstaltungen finden statt in der Zeppelin Universität, Am Seemoser Horn 20, 88045 Friedrichshafen:

01.10.2009, 19.00 Uhr Hans D. Christ & Iris Dressler, Curating the Context ,

Direktoren des Württembergischen Kunstvereins, Stuttgart

 

15.10.2009, 19.00 Uhr  Marcos Chaves (BR), Humor Opens Up New Paths,

talk n show - Künstlergespräch in der Lounge

 

17.10.2009, 17.00 Uhr Marcos Chaves (BR), Eröffnung „Laughing Container“,

Paolo Bianchi (Zürich) im Gespräch mit Marcos Chaves

 

 

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